Toni Morrison: Starke Frau mit einer Botschaft

Von: Kr.
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Sie rückten anlässlich des Welt Frauentages die Nobelpreisträgerin für Literatur 1993, Toni Morrison, in den Mittelpunkt: Annemiek Krieger (v.l.), Susanne Kalkowski, Gudrun Kaschluhn und Ria Watrin. Foto: Kròl

Linnich. Es war Welt-Frauentag, Gelegenheit also sich zu besinnen, das Erreichte auf dem Weg zur Gleichberechtigung von Mann und Frau zu feiern und neue Kraft zu sammeln, für das, was noch getan werden muss. Ein solcher Tag ist auch stets eine gute Gelegenheit, sich starker Frauen zu erinnern, die Pionierarbeit leisteten und die Gleichberechtigung voran brachten.

Zu diesen starken Frauen zählt mit Sicherheit auch Toni Morrison, die 1993 für ihre Arbeit mit dem Nobelpreis für Literatur geehrt wurde. Sie steht damit in einer Reihe mit 13 anderen Frauen, die ebenfalls diese Auszeichnung erfuhren. Mit der afroamerikanischen Schriftstellerin, die ihr ganzes Leben für die Gleichberechtigung der Farbigen in ihrem Land gekämpft hat, hatte sich Gudrun Kaschluhn intensiv auseinandergesetzt. Ihr widmete sie sich im Rahmen einer literarischen Matinee in der katholischen öffentlichen Bücherei St. Martinus Linnich.

Es war eine Veranstaltung der VHS Jülicher Land in Kooperation mit der Bücherei, und so begrüßten auch Susanne Kalkowski, Fachbereichsleiterin für Kultur der VHS, und Annemiek Krieger, Leiterin der Bücherei, ihre zahlreichen Gäste.

„Sie nimmt uns mit und lässt uns einen Blick in das Leben der afroamerikanischen Frauen tun“, erklärte Gudrun Kaschluhn und schrieb der Schriftstellerin dabei eine visionäre Kraft und poetische Prägnanz zu. Als Chloe Anthony Wofford wurde sie 1931 in Ohio geboren. Sie wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf, und dennoch ermöglichten ihre Eltern es, dass sie die Schule besuchen und studieren konnte.

Bereits früh begann Toni Morrison mit ihrer schriftstellerischen Tätigkeit, arbeitete aber gleichzeitig bei Random House als Verlagslektorin. Auch in dieser Tätigkeit versuchte sie afroamerikanische Literatur zu fördern, was zu dieser Zeit noch ein schwieriges Unterfangen war.

1970 erschien ihr erstes Buch „Sehr blaue Augen“. Es folgte „Solomons Lied“ und „Menschenkind“ zwei Bücher mit denen ihr der endgültige Durchbruch auch auf internationaler Ebene gelang. 1988 erhielt sie den Pulitzerpreis, dem vier Jahre später der Nobelpreis folgte. „Menschenkind“ wurde sogar verfilmt und als Oper inszeniert. Ihr jüngstes Buch „Heimkehr“ erschien 2014 und handelt von einem schwarzen Soldaten, der aus dem Koreakrieg zurückkehrt.

Gemeinsam mit Ria Watrin stellte Gudrun Kaschluhn auch einige Auszüge aus ihren Werken vor. Abschließend meinte sie: „Toni Morrison hat auch heute nichts an Kraft verloren, sich aber von der Sprache gelöst, die in Ketten gefesselt ist. Ich hoffe, ich habe Sie neugierig gemacht. Lesen Sie Toni Morrison. Es lohnt sich.“

Kurz ging sie auch noch auf die erste Frau, die den Nobelpreis erhielt, Selma Lagerlöf, und die letzte, Alice Munro, ein. Genauer will Gudrun Kaschluhn darauf am nächsten Sonntag, 15. März, um 11 Uhr eingehen, wenn sie alle 13 Literatur Nobelpreisträgerinnen in der Jülicher Stadtbücherei vorstellt. Die Anmeldung erfolgt über die Volkshochschule Jülicher Land.

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