„TonArt“: Der ganze KuBa wird zu einem Chor

Von: brit
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Mit mitreißendem Spaß und viel Lust am Singen unterhielt der Chor „TonArt“ von der Jülicher Vocalwerkstatt sein Publikum blendend. Foto: B. Sylvester
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Für Jenny Joao räumte der Chor kurzzeitig die Bühne. Die 17jährige Sängerin erhielt reichlich Beifall für ihr selbstgeschriebenes Stück.

Jülich. Von Weatherreport bis Christopher Cross, von Joe Jackson bis Queen – mit einem weit gespannten Bogen nahm der „TonArt“-Chor sein Publikum mit auf eine unterhaltsame musikalische Reise durch einige Jahrzehnte und Stilrichtungen. Und bewies ganz nebenbei, dass sich sogar „Birdland“, Joe Zavinuls Hommage an den legendären Charlie Parker, singen lässt.

Am Sonntagabend lud die Jülicher Vocalwerkstatt unter der Leitung von Martin te Laak zur zweiten Auflage ihres Sommerkonzert in den Kulturbahnhof ein. Und weil es ganz offensichtlich allen Beteiligten so viel Spaß macht, gab es gleich zwei Konzerte an diesem Wochenende.

Zu wenig Stühle

Sowohl die Premiere als auch der zweite Auftritt von „TonArt“ plus Band stießen zur Freude von te Laak auf große Resonanz. Die dicht bestuhlte Halle im Jülicher KuBa platzte schier aus allen Nähten, Bahnhofsvorsteher Cornel Cremer musste mit Extra-Stühlen aushelfen. Das Publikum erschien nicht nur zahlreich, sondern erwies sich obendrein als ausgesprochen sangesfreudig.

Nachdem der Chor sich durch „Green Dolphin Street“ und „Putting on the Ritz“ gesungen hatte und Heiko Heinrichs in der Solistenrolle feststellen musste, welch seltsame Wesen Frauen doch sind, klärte Martin te Laak die Zuschauer auf, was es mit den im Vorfeld verteilten Zetteln auf sich hatte. „Egal ob Sie sitzen oder stehen, tun Sie mir einen Gefallen, singen Sie!“

Mit diesen Worten erweiterte der Maestro kurzerhand seinen Chor um ein paar Dutzend Stimmen. Das Experiment glückte, gemeinsam mit den Profis von der Vocalwerkstatt stimmten die Aushilfssänger das wohlbekannte „Killing me softly with his song“ an - der Text fand sich auf besagten Zetteln. Und weil es so schön war, ging die Mitsing-Aktion in zwei weitere Runden, bevor der Chor in die wohlverdiente Pause ging. Im Anschluss machten die Sängerinnen und Sänger zunächst Platz für zwei Solisten. Nachwuchs-“Star“ Jenny Joao ließ sich von technischen Anlaufschwierigkeiten nicht aus der Ruhebringen.

Selbst komponierte Stücke

Mit ihrem selbst geschriebenen Song „Music in my head“ animierte die 17-jährige Sängerin das Publikum ein weiteres Mal zum Mitmachen und erntete verdienten Applaus. Mitklatschen und Singen hieß es auch beim zweiten Solokünstler des Abends, Bernhardt Gerards stellte ebenfalls selbst komponierte Stücke vor. Nach diesem kurzen Intermezzo durften die TonArtisten noch mal ran und knüpften mit dem leicht umgedichteten „Kuba Kubana“ nahtlos an ihr unterhaltsames Repertoire der ersten Hälfte an.

Unterstützt wurden die Sänger übrigens von vier versierten, in Jülich zumeist wohlbekannten Musikern: Manfred Rahier (Schlagzeug), Lother Galle-Merkel (Bass), Bernhard Gerards (Gitarre) und Stefan Michalke (Piano). Die Begleitband residierte hoch über den Köpfen von Chor und Publikum oberhalb der Bühne.

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