Tod und Sterben gesanglich aufbereitet

Von: Kr.
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Wie stets eine hervorragende Qualität bot der Overbacher Kammerchor, der in Körrenzig mit seinem neuen Programm zu Gast war. Foto: Kròl

Körrenzig. Auch lokalen Künstlern ein Forum für ihre Auftritte zu bieten, hat sich der Verein „Rettet die Alte Kirche Körrenzig“ in seiner Reihe „Kultur alte Kirche“ auf die Fahne geschrieben. Er kann sich dabei besonders glücklich schätzen, mit dem Overbacher Kammerchor gleichzeitig auf einen lokalen Bezug und herausragender Qualität zu treffen.

Weit über Barmen, wo der Chor am Haus Overbach zu Hause ist, und den Kreis Düren hinaus, hat der Kammerchor sich einen Namen gemacht. Zahlreiche Rundfunkauftritte hat er bereits absolviert und zahlreiche Auszeichnungen erringen können. Mit ihrem neuesten Programm waren nun die Sänger und Sängerinnen, die allesamt eine Gesangsausbildung vorweisen können, mit ihrem Leiter Kerry Jago in Körrenzig zu Gast.

Wie so oft führte der Chor seine Zuhörer musikalisch durch die Jahrhunderte und präsentierte Motetten angefangen bei Schütz, Schein und Lotti über Bruns, Bach und Bruckner bis zu Max Reger. Keinem einfachen Thema hatten sich die Sänger und Sängerinnen zugewandt, ging es doch in diesem neuen Programm „Unser Wandel ist im Himmel“ ausschließlich um Tod und Sterben.

Das Christsein rückten sie dabei in den Vordergrund, dass durch das Sterben Jesu dem Tod den Schrecken nimmt und ihn nicht als das Ende begreift, sondern als Neubeginn und wichtigen Schritt in ein neues Leben.

Thematische Schwermut

Mit Antonio Lottis „Crucifixus à 8 voci“ begann der Chor sein Programm. Es setzte sich fort mit Heinrich Schütz „An den Wassern zu Babel“ und Schein und „Da Jakob vollendet hat“. „Oh Tod, wie bitter bist du“ von Max Reger zeigte die ganze Schwermut dieses Themas auf, und hoffnungsvoll erklang darauf das „Ave Maria“ von Bruckner.

Es folgte das Praeludium G-Dur und Schütz „Unser Wandel ist im Himmel“, die Motette, die auch den Titel des Konzertes vorgab. Mit Schein „Lehre uns bedenken“ und Bachs „Der Geist hilft unser Schwachheit auf“ endete das Konzert, dass wieder einmal eine hervorragende musikalische Qualität hatte.

Begleitet wurde der Chor von Christof Rück an der Orgel. Prof. Wolfram Höfling hatte zu Beginn die zahlreichen Gäste im Namen des Vereins begrüßt und den Chor kurz vorgestellt.

Nach dem Konzert blieb noch Zeit zum Verweilen und außerdem, um das Modell der Alten Kirche in Körrenzig zu bewundern, dass der Jülicher Künstler Christoph Meixner aus Papier Maßstab getreu gefertigt hatte.

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