Titzer Politik legt nach: Nein zur Kartbahn

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Nein zur Kartbahn: Außer den Liberalen folgten alle Fraktionen Antrag der W.I.R. und setzten so ein Zeichen. Foto: stock/bikv

Titz. Die Mehrheit der im Titzer Rat vertretenen Parteien sagt zur geplanten Verlegung der Kartbahn „Erftlandring“ von Kerpen an den Rand der Sophienhöhe in unmittelbarer Nähe zum eigenen Gemeindegebiet Nein.

Ein entsprechender Antrag wurde nun von den Mitgliedern im Ausschuss für Gemeindeentwicklung und Wirtschaftsförderung auf den Weg gebracht und dem Rat damit in der kommenden Woche zur Verabschiedung vorgelegt.

Wie steht die Gemeinde zur Kartbahn-Ansiedlung? Diese Frage, so betonte Dagmar Kalugin von der Fraktion Wählerinnen und Wähler im Rat Titz (W.I.R.) – ausgelöst durch viele Gespräche mit Bürgern aus Rödingen, Höllen und dem gesamten Gemeindegebiet – habe ihre Fraktion dazu bewogen, den Antrag zu stellen.

Zuvor hatte sie deutlich gemacht, dass das Bürgermeister-Duell in der Hauptschulaula am Dienstagabend vor vielen aufmerksamen Zuhörern schon viele Fragen beantwortet und eine klare Tendenz zum Nein der Kartbahn habe erkennen lassen. „Aber jetzt möchten wir ein Zeichen setzen, sowohl für die Bürger, als auch in Richtung Bergbaubetreiber RWE Power und Gemeinde Niederzier. Damit klar wird, dass die Gemeinde Titz nicht mit der Verlegung der Kartbahn einverstanden ist.“

So eindeutig das Warum zum Antrag formuliert wurde, so deutlich fiel der Beschluss aus. Unter Punkt 1 lehnt die Gemeinde Titz die geplante Verlegung der Kartbahn von Kerpen an den Rand des eigenen Gemeindegebietes auf Flächen der Gemeinde Niederzier ab.

Unter Punkt 2 wird die Verwaltung beauftragt, schon im Vorfeld „alle rechtlichen Schritte im Rahmen des Regionalplan-Änderungsverfahrens zu prüfen und diese nach Rücksprache mit dem Rat auch umzusetzen“. Den W.I.R.-Antrag unterstützten sowohl SPD und CDU als auch Bündnis 90/Grüne einstimmig wurde. Dagegen war die FDP. Sie sieht, so Fraktionsvorsitzender Hartmut Wasserberg, „ein populistisches Vorgehen wenige Tage vor der Kommunalwahl“. Er fügte an, dass „keiner von Ihnen“ wisse, „wie die künftigen Pläne aussehen. Ich halte nichts davon, wenn im Vorfeld etwas kaputt gemacht wird, wovon man noch gar keine Vorstellung hat. Diese Vorgehensweise ist mir zu einfach.“

So stimmte Wasserberg denn gegen den Antrag, zudem sich aber Bürgermeister Jürgen Frantzen klar positionierte. „Jetzt im Ausschuss habe ich kein Stimmrecht, aber in der Ratssitzung werde ich dafür stimmen. Denn dieser Antrag spricht für einen selbstbewussten Rat in einer selbstbewussten Gemeinde.“

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