Titzer Kita „Zauberwelt“ ist um ein Zertifikat reicher

Von: ptj
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AOK-Mitarbeiterin Andrea Bongartz überreicht dem jüngsten Kindergartenkind das Zertifikat. Foto: Jagodzinska

Titz. Die Wand im Eingangsbereich des Gemeindekindergartens „Zauberwelt“ ist gut gefüllt mit Urkunden und Plaketten. Die Kita ist Familienzentrum, das sich regelmäßig im „family-lab“ weiterbildet, ist rezertifiziert als „Haus der kleinen Forscher“ und gemeinsam mit vielen anderen Einrichtungen im Kreis anerkannter „Bewegungskindergarten“.

Mit dem „Pluspunkt Ernährung“ legte die beliebte Einrichtung jetzt noch einen drauf.

Dabei strebte die Kita unter Leitung von Gerta Cremers nie an, sich „von anderen abzuheben“. Vielmehr verdeutlicht die neue Plakette, „was wir seit vielen Jahren leben. Bewegung und Ernährung sind dauerhaft bei uns verankert“, betonte sie.

Cremers erinnerte an das Pilotprojekt „Jolinchen Kids“ 2014, das drei Jahre lang von der AOK begleitet wurde – mit Fortbildungen, Workshops und Elterninformationen. Erarbeitet wurden die Module Ernährung, Bewegung, seelisches Wohlbefinden, Elternpartizipation und Erzieherinnengesundheit. Zudem hat die „Zauberwelt“ einen Caterer gesucht und gefunden, der vitaminreich und fettarm „nach der Ernährungspyramide kocht“, und richtete ein Kindercafé ein.

Das Zertifikat „Anerkannter Bewegungskindergarten mit dem Pluspunkt Ernährung“ überreichte Andrea Bongartz von der AOK Rheinland/Hamburg an das jüngste Kind. „Ich weiß jetzt, warum das hier Zauberwelt heißt“, waren ihre Worte. Es handelt sich um ein Angebot der Landesregierung und der gesetzlichen Krankenkassen in NRW in Kooperation mit dem Landessportbund. Motto des Präventionsangebotes ist „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr“. Ausgezeichnet werden Kindergärten, die in diesem Rahmen mit besonderen Konzepten überzeugen.

In der kleinen Feierstunde sang eine Gruppe Kinder gestenreich ihr Lied von der „Zauberwelt“, wo „jedes Kind ein Held ist“, nach der Melodie von „99 Luftballons“ von „Nena“ und gab mit einem schnellen Bewegungslied mit Zauberformel noch eine Zugabe. Abwechselnd stellten die Kids die Ernährungspyramide und deren Tagesanforderungen vor: „Sechs Mal Wasser trinken, drei Mal Gemüse und zwei Mal Obst essen, einmal Reis oder Kartoffeln, drei Mal Milchprodukte oder einmal Wurst/Fleisch. Nur zweimal täglich Fette zu sich nehmen, nur einmal „eine Hand voll Süßigkeiten oder Zucker“, lautet die Maxime.

Auch Bürgermeister Jürgen Frantzen bekundete seinen Stolz „auf die erneute Plakette“ und sprach augenzwinkernd von einer Verbreiterung der Wand an der Eingangstüre für weitere Zertifikate. Zudem lobte der Bürgermeister das „enorme Engagement“ des ganzen Teams, das in den gesetzlich vorgegebenen 39 Arbeitsstunden ganz sicher „nicht zu leisten“ sei.

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