Titzer Gemeinderat kritisiert den Kreis

Von: hfs
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Titz. Die Gemeinde Titz lehnt die vom Kreis Düren geplanten Erhöhungen der Kreisumlage und der Jugendamtsumlage für den Doppelhaushalt 2014/2015 ab. Ein entsprechender einstimmiger Beschlussvorschlag der Titzer Gemeindevertreter ist an den Kreistag ertgangen, der wiederum voraussichtlich Mitte Oktober über den eingebrachten Haushaltsentwurf von Landrat Wolfgang Spelthahn beraten wird.

„Der Rat der Gemeinde Titz unterstützt die Entscheidung von Bürgermeister Jürgen Frantzen, die Herstellung des Benehmens nach § 55 der Kreisordnung NRW nicht zu erteilen“, heißt es in dem Beschlussvorschlag, der auf der jüngsten Ratssitzung einstimmmig verabschiedet wurde. Den Beschluss eingebracht hatte die CDU.

„Die angekündigten Erhöhungen der Hebesätze für die Kreisumlage und für die Jugendamtsumlage führen dazu, dass die Gemeinde Titz mit hoher Wahrscheinlichkeit in die Haushaltssicherung gerät“, begründete Robert Holzportz (CDU) das Vorgehen mit Blick auf das Zahlenwerk in der Kreisvorlage.

Danach soll die Jugendamtsumlage, die die Titzer, wie alle anderen Kommunen auch an den Kreis zahlen müssen, von jetzt 1,367 Millionen Euro im kommenden Jahr um 318 953 Euro steigen. Und im Jahre 2015 von Titzer Seite veranschlagten 1,42 Millionen auf die Dürener „Forderung“ von 1,94 Millionen Euro. Die Kreisumlage würde ebenfalls für das Jahr 2014 auf rund 210.00 Euro ansteigen, während für das darauf folgende Jahr allerdings rund 73.000 Euro weniger an den Kreiskämmerer überwiesen werden müssten.

Dass der Beschlussvorschlag der Titzer lediglich eine Kenntnisnahme für die Kreisvertreter sei, auch dies wurde bei der Ratssitzung deutlich. Denn die Festlegung der dann tatsächlich zu zahlenden Hebesätze obliegt einzig und allein dem Kreistag. „Aber wir wollen die Bürgermeister des Kreises Düren in ihrem Bemühen um eine notwendige, verstärkte Konsolidierung der Kreisfinanzen unterstützen“, wies Holzportz auf ein Bürgermeistertreffen am 11. September in Düren hin, wo auch andere Kommunen signalisierten, die erstmals mögliche „Herstellung des Benehmes“ nicht folgen zu wollen.

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