Jülich - Titzer Farbtupfer bei den Landfrauen

Titzer Farbtupfer bei den Landfrauen

Von: ptj
Letzte Aktualisierung:
14031205.jpg
„Mir machen höck en Kölschlektion“: Das Komitee der Rheinischen Landfrauen Düren-Jülich tritt als Clownsmädchen auf die Bühne. Foto: Jagodzinska

Jülich. Die „Rheinischen Landfrauen“ im Kreisverband Düren-Jülich ließen es auf ihrer Karnevalssitzung mächtig krachen – zum vorletzten Mal in der Stadthalle. Als viel beklatschte „Clownsmädchen“ marschierte das gesamte Komitee durch den voll besetzten Saal auf die Bühne und sang: „Mir machen höck en Kölschlektion“.

Überraschend zogen die Frauen mitten in der Sitzung ein zweites Mal ein und zeigten einen schwungvollen Rückblick ihrer Kostümpräsentationen seit 1997. Gärtnerinnen, Clowns, Matrosen, Fußballweltmeister, Piraten und Spanier waren sie gewesen, sie waren in Dirndl und Lederhose, in bunten Kleidern mit bunten Regenschirmen aufmarschiert oder hatten sich „multikulturell“ gezeigt.

Die bestens gelungene Sitzung war geprägt von Büttenreden, Tänzen, Sketchen und Gesängen. Zu den Höhepunkten zählte „Wenn ich nicht auf der Bühne wär“, toll dargestellt von acht Frauen aus dem Ortsverband Titz. In ihrem alternativen Leben wären die Damen Polizist, Sportler, Maler, Schreiner, Wäscherin, Ballerina, Boxer oder Nonne gewesen. Berufe, die sie mit treffenden Sätzen und vor allem markanten Bewegungen darstellten. Die jeweils zuletzt eingestiegene Dame nahm ihre Gestik wieder auf, alle fanden nach und nach in ihren Bewegungsablauf zurück und ein köstlicher Slapstick entstand. „Die Titzer sind immer für eine Überraschung gut. So was habe ich noch nicht gesehen“, brachte Sitzungspräsidentin Margret Frings die Begeisterung des gesamten Publikums auf den Punkt.

Ein zweites Sketchbeispiel war ein Banküberfall, augenzwinkernd dargestellt von zwei dämlichen Gangstern, einer furchtlosen Bankangestellten und einem Polizisten auf einem hellblauen Bobbycar.

Seit Jahren sind die „Tanzflöhe“ der Lamersdorfer KG „Echte Fröngde“ ein fester Programmpunkt auf der Bühne der Landfrauen. Ihre kreative Choreographie zum Thema Fliegen krönte der Auftritt von Kinderprinz Jonas I., der sonst „mit seinen Flöhen tanzt“. Souverän und temperamentvoll verteilte der Junge Rosen im Saal, um auf der Bühne sein Motto auszurufen: „Lassen wir es krachen mit einem schallenden Kinderlachen“. Dazu stimmte er inmitten tanzender Flöhe das „Höhner“-Lied „Steh auf, mach laut“ an.

Gleich nach seinem Auftritt ließ der Kinderprinz die Sitzungspräsidentin kaum zu Wort kommen. Er verteilte Orden ans Komitee und bot sogleich eine Zugabe an. „Dä Jung war klasse“, raunten begeisterte Stimmen im Publikum. Im weiteren Verlauf der Sitzung sangen „Jecke Hühner“ und „Landfrauentöchter“, die Stadtgarde tanzte und Redner stiegen solo und als Duo in die Bütt. Voller Selbstironie erzählte Ria Dahmen als „Et Anastasia“ von ihrer katastrophalen Wirkung auf Männer. „Oma sein“ war Thema der amüsanten Büttenrede von Irmtrud Franken, als „Hein und Lisbeth“ nahmen sich Angelika Schröder und Bertel Baumann selbst auf den Arm.

Gut dreieinhalb Stunden hatten die Landfrauen und ihre Gäste mächtig Spaß und beschlossen ihr Karnevalstreiben nach „Räuber“-Manier mit dem treffenden Lied „Wunderbar“.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert