Titz - Titzer Anwohnerproteste zeigen Wirkung

Titzer Anwohnerproteste zeigen Wirkung

Von: hfs.
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Diese „eingefangene“ Idylle am Reiterhof Wirtz wird bleiben. Über diesen Feldweg mit Anbindung an die L 12 werden keine Lastwagen zum Abtransport von Feldfrüchten fahren. Foto: hfs.

Titz. Die Anwohnerproteste der Bewohner „Zur Düppelsmühle“ in Titz scheinen erhört zu werden. Sie fühlen sich durch zunehmenden Lkw-Verkehr, ausgehend von den in der Nähe liegenden landwirtschaftlichen Lagerhallen, mehr denn je belästigt.

Wie Beigeordneter Christian Canzler in der Ratssitzung mitteilte, wird zwar die vom Straßenverkehrsamt Düren in Absprache mit der Verwaltung und den Landwirten angedachte Lösung, die Lastwagen entlang des unbefestigten Wirtschaftswegs zwischen dem Pferdegestüt Wirtz ab- und anfahren zu lassen, vom Landesbetrieb Straßenbau nicht geteilt. Nun muss aber eine andere Lösung gefunden und schnellstens realisiert werden. Darin sind sich alle Beteiligten einig.

„Der Verkehr ist unerträglich. Ich kann die Proteste der Anlieger verstehen.“ Das sagte in der letzten Ausschusssitzung für Bauen, Planen und Umwelt der Titzer Bürgermeister Jürgen Frantzen in Kenntnis der angedachten Lösung, dass der befestigte Wirtschaftsweg „Zur Düppelsmühle“ für den Lastverkehr gesperrt und dafür der Feldweg zwischen dem Reiterstall mit Anbindung an die Landstraße 12 herangezogen würde. Die Ertüchtigung sollte mit Mitteln der Gemeinde und Hilfe der DeMoTa GbR erfolgen, die die Hallen unterhält. Doch schon da wies Frantzen darauf hin, dass die Gemeinde „nicht Herr des Verfahrens“ sei. Die Entscheidung treffe der Kreis.

Gleichwohl würde die Gemeindeverwaltung alle Überlegungen, die Anwohner zu entlasten, mittragen. Bei einem ersten Behördentermin kam man dann zur Erkenntnis, den bereits für den landwirtschaftlichen Verkehr freigegebenen Feldweg nach einer Befestigung für den Lkw-Verkehr freizugeben.

Dagegen regte sich aber der Protest der Reitstallbesitzer und derjenigen, die ihre Pferde eingestallt haben. Sie befürchten Gefährdungen für Reiter, Tiere und Spaziergänger, die den Feldweg täglich benutzen. In der Sache tagt nun erneut eine Runde mit Behördenvertretern. Diesmal sitzt mit am Tisch der Straßenbetrieb NRW, der diese Lösung aber nicht mittragen will.

Verkehr drei Mal unterbrechen?

Begründung: Der fließende Verkehr auf der Landstraße würde dann insgesamt drei Mal auf kurzer Strecke durch den dortigen Kreisverkehr, der Zu- und Abfahrt zum Nahversorgungszentrum und erneut zum Feldweg unterbrochen.

Dies, so gab Canzler die Auffassung des Straßenbetrieb NRW wieder, wäre eine „weitere Störquelle im auf- und abfließenden Verkehr auf der Landstraße“. Alternativ wird nunmehr überlegt, die Lastwagen durch das Gewerbegebiet Ameln fahren zu lassen. Aber entschieden ist noch nichts. Der Gemeinderat nahm diese Mitteilung zur Kenntnis.

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