Titz will in Schulfrage bis Dezember Klarheit

Von: Volker Uerlings
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Titz. Die Gemeinde Titz ist bereit, in diesem Jahr die Voraussetzungen zur Einrichtung einer Sekundarschule im Verbund mit der Stadt Linnich zu schaffen. Ob dazu in beiden Nachbar-Kommunen die Bereitschaft besteht, ist eine andere Frage.

Bürgermeister Jürgen Frantzen erklärte im Ausschuss für Jugend, Kultur, Soziales, Schule und Sport am Dienstag, dass „der Handlungsdruck in Titz größer” sei. Laut Frantzen mache ein Schulterschluss aber auch „für die Stadt Linnich Sinn”, weil dadurch auch das Sekundarschulangebot in der Nachbarstadt gestärkt werde. Er informierte den Fachausschuss über den Sachstand.

Die nackten Zahlen waren am Dienstag zwar kein Thema, liegen aber seit Monaten vor und zeigen, dass sich die Gemeinde Titz kein Spiel auf Zeit erlauben kann. Für das gerade angelaufene Schuljahr gibt es 14 Anmeldungen zur Hauptschule. Bei unverändert negativem Anmelde-Trend ist der Fortbestand der einzigen weiterführenden Schule möglicherweise schon im nächsten Schuljahr gefährdet. So erklärt es sich, dass die Titzer Politik am liebsten bis zur Sitzung am 15. Dezember Klarheit hätte. Dann könnten Linnich und Titz fristgerecht bis 23. Dezember die Gründung einer Sekundarschule im Schuljahr 2012/13 beantragen. Wird diese letzte Frist des Landes nicht eingehalten, verliert Titz wertvolle zwölf Monate.

Linnich ist da komfortabler aufgestellt, erfüllt aber im „schlimmsten Jahr” (2016) laut kreisweiter Schulentwicklungsplanung die Voraussetzungen für eine Sekundarschule recht knapp (82 prognostizierte Schüler/75 gefordert).

Ein inhaltliches Abstimmungsgespräch hat es zwischen der Stadt und Gemeinde gegeben. „Es bedarf eines Konzeptes, wie Schule an möglicherweise zwei Standorten funktionieren kann”, sagte Frantzen am Dienstag. Daher haben beide Kommunen ein Fachbüro damit beauftragt.

Die Ergebnisse liegen in sechs Wochen vor und werden im Linnicher Schulausschuss am 15. November vorgestellt. Das Titzer Gremium erklärte sich am Dienstag bereit, an diesem Termin und einer gemeinsamen Sitzung teilzunehmen. Auf Anfrage unserer Zeitung bestätigte der Bürgermeister, dass die Gemeinde bislang nur über einen Schulverbund mit der Stadt Linnich nachgedacht habe. Frantzen: „Wir haben natürlich großes Interesse daran, den Schulstandort Titz zu erhalten.” Heißt: Die Gemeinde will ihre Kinder nicht vollständig „auf Tournee” schicken, sondern Teile der ortsnahen Schulversorgung garantiert wissen.
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