Titz will in Sachen Wasser unabhängig sein

Von: hfs.
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In der neuen Wasserleitung wird natürlich nur hochmoderne Technik eingebaut. Nicht solche „Abersperrschieber“, die vor dem Wasserwerk als Blickfang dienen, allenfalls noch in der Transportleitung aus dem Jahre 1915 zu finden sind. Foto: hfs.

Titz. Das alte Wasserwerk ist so gut wie fertig saniert. Rund 700.000 Euro nahm die Gemeinde Titz in die Hand, um ihr Wasserwerk auf den neuesten Stand der Technik zu bringen. Offiziell soll es, wie berichtet, im Mai/Juni diesen Jahres wieder komplett in Betrieb gehen.

Sozusagen im Nachgang zu dieser Ertüchtigung der Wasseraufbereitung werden notwendige Wasser-Transportleitungen zwischen Titz und Gevelsdorf mit Fortführung nach Ralshoven erstellt, um die angestrebte Loslösung von den drei Wasserlieferanten Gelsenwasser AG, Stadtwerke Jülich und teilweise Westnetz zu ermöglichen. Der Baubeginn dieser rund 650.000 Euro veranschlagten Maßnahme ist für den Sommer diesen Jahres geplant.

Drei Kilometer lang

„Wir investieren in die Zukunft“, meinte der Titzer Bürgermeister Jürgen Frantzen, als jüngst die Planung für die Ertüchtigung des eigenen Wasserwerkes zur Diskussion stand. Jetzt, gut sieben Monate später, stehen die Arbeiten vor dem Abschluss. Die Wiederinbetriebnahme des Wasserwerkes als Wasserspeicher – Nutzung des Erdbehälters als Puffer – ist bereits erfolgt. Mit der vollständigen Inbetriebnahme, also auch der Wasseraufbereitung, rechnet man in den nächsten beiden Monaten.

Danach wird man sich der beiden Trinkwasser-Transportleitungen widmen. Zuerst steht die etwas mehr als drei Kilometer lange Leitung vom Wasserwerk aus nach Gevelsdorf an. Über den unmittelbar am Werk liegenden Wirtschaftsweg geht es Richtung Gevelsdorf, wobei der größte Teil der in einer Tiefe von 1,80 Meter verlaufenden Leitung mittels des so genannten Spülbohrverfahren – so bei der Unterquerung der A 44 beziehungsweise der Kreisstraße 7 – erfolgt.

„Die Start- und Zielgruben sind der einzig sichtbare Eingriff in die Straßenoberfläche“, betonten die Ingenieure des Architektenbüros Achten und Jansen aus Aachen, als sie die Mitglieder des Rates über das Bauprojekt informierten. Ist am Startloch die Zieltiefe erreicht, kommt eine Spezialmaschine zum Einsatz. Die treibt einen Bohrkopf in einem gradlinigen, horizontal verlaufenen Bohrverlauf zur Zielgrube. Nachdem dann diese Bohrung geweitet wurde, erfolgt der Einzug der eigentlichen Wasserleitung.

Die Trassenführung über den Wirtschaftsweg – dort wird eine Hauptleitung erneuert, die im Jahre 1915 erstellt wurde – verläuft anschließend in Richtung Velderstraße, um dann am Ortsschild in Gevelsdorf zu enden, wo dann die Einspeisung in das örtliche Leitungssystem erfolgt. Im August wird die erste rund 500.000 Euro teuere Baumaßnahme beginnen, die Abnahme und Inbetriebnahme ist für Ende des Jahres vorgesehen.

Der zweite Abschnitt ist die Erstellung der Transportleitung von Gevelsdorf nach Ralshoven. Dafür wählten die Planer eine Trasse nördlich des vorhandenen Wirtschaftsweges, der die beiden Ortschaften verbindet. Die Strecke ist knapp 1,2 Kilometer lang, wofür Kosten von ungefähr 150.000 Euro anfallen. Die entsprechenden Arbeiten werden ebenfalls in der zweiten Jahreshälfte in Angriff genommen.

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