Titz baut eigene Wasserversorgung weiter aus

Von: hfs.
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Im Moment sind einige Wirtschaftswege rund um Titz nur eingeschränkt befahrbar. Es wird im Sinne einer eigenständigen Wasserversorgung in Teilen der Gemeinde viel gebuddelt, um neue Transportleitungen für das Trinkwasser zu schaffen. Foto: hfs.

Titz. Die Gemeinde Titz investiert weiter viel Geld in ihre Zukunft und arbeitet an einer autarken Wasserversorgung der Bevölkerung. Im vergangenen Jahr wurden rund 700.000 Euro in die Hand genommen, um das eigene Wasserwerk auf den neuesten Stand der Technik zu bringen. Und es gibt weitere Pläne, Geld zu „verbuddeln“ – im Sinne der Bürger.

Ein vergleichbarer Betrag wurde anschließend in neue Wassertransportleitungen – zum Beispiel vom Werk aus nach Gevelsdorf mit Fortführung nach Ralshoven – gesteckt. Diese Fortführung kostet rund 150.000 Euro und wird noch in diesem Jahr fertiggestellt.

Wenn man in diesen Tagen, zum Beispiel als Fahrradfahrer, auf den Wirtschaftswegen der Gemeinde unterwegs ist und sich an den blühenden Rapsfeldern erfreut, kann es passieren, dass einem plötzlich ein Sperrschild im Wege steht. „Wir haben Anfang März mit der Transportleitung nach Gevelsdorf begonnen, im Spätsommer ist mit der Fertigstellung zu rechen“, sagt Michael Dahlem, Leiter des Titzer Wasserwerks. Er bittet um Verständnis bei Landwirten oder den Fahrradfahrern, wenn kurzzeitige Sperrungen von Wirtschaftswegen unumgänglich seien.

Betriebsführung kostengünstiger

Dass die Anwohner – zum Beispiel auch die Aussiedlerhöfe – frühzeitig über solche Sperrungen benachrichtigt werden, ist für die Gemeinde selbstverständlich. Bereits vor Jahren hat der Gemeinderat einstimmig beschlossen, die Wasserversorgung in der eigenen Hand zu behalten. Wie in einer Bürgerinformationsschrift zu lesen ist, spreche auf lange Sicht nicht nur die wirtschaftlichere und somit für den Bürger kostengünstigere Betriebsführung für die bisherige Organisationsform. Auch der „Einfluss auf das Wasserwerk durch kommunale Entscheidungsträger, die ortsnahen Ansprechpartner im Rathaus und der durch die Bürgerschaft oft gelobte unkomplizierte und schnelle Service der technischen Abteilung des Wasserwerks“ seien Pluspunkte.

„Das kann ich nur unterstreichen“, sagt Dahlem, der nun ebenfalls aufmerksam mitverfolgte, wie im Betriebsausschuss von einem Ingenieurbüro die Umsetzung der Rohrnetzerweiterung von Ralshoven nach Müntz beziehungsweise die Sanierung der Ortsleitungen in Ralshoven und Hompesch vorgestellt wurden. „Ende Mai oder Anfang Juni werden diese Maßnahmen ausgeschrieben, im Herbst soll dann mit der Umsetzung begonnen werden“, erklärte Dahlem auf Nachfrage.

Mit der Realisierung dieser beiden Maßnahmen wurde erneut die Gemeindeentwicklungs- und Dienstleistungsgesellschaft der Gemeinde Titz (GET) beauftragt. „Weil wir bisher nur gute Erfahrungen gemacht haben“, sagt der Werksleiter. Deshalb wurde dem Betriebsausschuss in der jüngsten Sitzung vorgeschlagen, weiter auf die gemeindeeigene Gesellschaft zu setzen. Die Mitglieder folgten einstimmig.

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