Titz alarmiert und warnt mit Sirenen

Von: hfs.
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Wird schon bald vom Bürgerhau
Wird schon bald vom Bürgerhaus die Alamierung übernehmen: Die Feuerwehrsirene in Opherten wechselt ihren Standort. Foto: hfs.

Titz. Früher waren sie von den Dächern wichtiger oder zentral gelegener Gebäude nicht wegzudenken. Vor allem auf dem Spritzenhaus durfte die Sirene nicht fehlen. Während einige Gemeinden im Kreis Düren im Not- oder Katastrophenfall mittlerweile auf Sirengeheul verzichten, halten andere, etwa die Gemeinde Titz, an den Sirenen fest.

Schrill und laut, mit einem dreimaligen auf- und abschwellenden Warnton, werden die Wehrleute in Opherten nachts aus dem Schlaf gerissen. Was für die Männer im blauen Rock ein unüberhörbares Zeichen dafür ist, dass sie ausrücken müssen, sich jemand in akuter Not, wenn nicht Lebensgefahr befindet, ist das Geheul für nichtbeteiligte Personen eine Ruihestörung.

„Denn sie werden ja aus dem Schlaf gerissen”, erinnerte Beigeordneter Christian Canzler an einen Vorfall. In seinem Ressort liegt das gemeindliche Feuerwehrwesen und er kennt sich bestens aus in der Gesetzeslage. Schließlich, so erinnert sich Canzler an die Beschwerde, wollte der Betroffene wissen, ob es denn rechtens sei, dass in der Nacht jemand die Sirene betätigt?

Ähnliches erfragte in der Sitzung des Haupt-und Finanzauschusses der Ophertener Ortsvorsteher Helmut Paar. Denn auch er schien sich in der genannten Ursache des Sirenenalarms, ausgelöst durch die Leitstelle in Stockheim wegen freilaufender Kühe an der Autobahn, um den Schlaf gebracht.

Die Antwort Canzlers war eindeutig: Es liege im Ermessen des Disponenten in Stockheim, ob die Alarmierung per stillem Alarm direkt an die Piepser der Wehrleute geht oder zusätzlich per Sirene erfolgt. „Wir als Gemeinde haben nur dafür zu sorgen, dass eine Alamierung erfolgen kann. Wie diese dann aussieht, ist der Leitstelle überlassen.” Dass diese auf irgendwelche Befindlichkeiten einzelner Bürger keine Rücksicht nehmen könne, liege auf der Hand.

„Es geht doch darum, dass im Ernstfall so schnell wie möglich und so viele wie nötige Feuerwehrleute alamiert werden”, betonte Canzler und unterstreicht, „dass wir als Gemeinde an unserer Sirenenalarmierung festhalten werden.” Auch zur Freude der Wehrleute. „Wir haben zwar für einige den stillen Alarm ermöglicht, aber alle der insgesamt 180 Feuerwehrleute können damit nicht erreicht werden”, umschreibt Canzler die Situation in den drei Löschzügen.

Neben dem finanziellen Aspekt - Wartung und Überprüfung der elf Sirenen kostet insgesamt rund 1600 Euro im Jahr - kommt ein zweiter Aspekt: „Je nach Aufenthalt des Wehrmannes kann man ihn per stillem Alarm gar nicht erreichen.”
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