Tischtennis: TTC Indeland erkämpft sich den nächsten Sieg

Von: Jörg Sauer
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Yoshihiro Ozawa verlor die Nerven im Spiel gegen Erik Bottroff und letztlich auch das Spiel wegen seines nicht regelkonformen Schlägers. Foto: Kròl

Jülich. Vollkommen erschöpft und emotional angeheizt traf der TTC-Tross am Sonntagabend wieder in Jülich ein. Hinter Indelands erfolgreichen Tischtennisspielern lag eine unglaublich aufreibenden Partie in Dortmund, die am Ende mit dem 6:4-Erfolg für Jülich den verdienten Sieger fand. Die Momentaufnahme zeigt den TTC Indeland Jülich nun sogar auf dem dritten Tabellenplatz der 2. Bundesliga.

Teamchef Hermann Mühlbach und TTC-Boss Arnold Beginn stießen nach dem Spiel ins gleich Horn: „Wir haben noch nie eine derart hitzige Partei erlebt. Die Dortmunder haben mit ständigen Provokation und Reklamation versucht, uns aus dem Tritt zu bringen. Eigentlich hätten wir 6:0 gewinnen müssen.“ Aber am Ende ist der TTC froh, dass er die beiden Punkte ins Ziel gerettet hat.

Die Garanten des Sieges waren Ewout Oostwouder und Hermann Mühlbach. Jülichs bärenstarkes unteres Paarkreuz blieb in den Einzeln ungeschlagen und legte schließlich mit vier Punkten den Grundstein zum Sieg.

Aber den „Aufreger des Tages“ lieferte die Partie zwischen Erik Bottroff und Yoshihiro Ozawa. Der Dortmunder versuchte immer wieder, den Jülicher mit Wortgefechten und Reklamation beim Schiedsrichter aus dem Konzept zu bringen – mit Erfolg! Ozawa verlor die Nerven, warf seinen Schläger, sah Gelb, dann zerstörte er sein Sportgerät mit einem gezielten Schlag auf die Bande und sah schließlich Rot, was einen Punkt für Bottroff zur Folge hatte.

Zu dicke Beläge

Viel schlimmer war allerdings, dass Jülichs Japaner nun auf seinen Ersatzschläger zurückgreifen musste. Nach rund einer Stunde Spielzeit gewann Ozawa schließlich die mehr als hitzig geführte Partie mit 3:2, sein Schläger fiel allerdings wegen zu großer Dicke der Beläge durch die Schlägerkontrolle und das Match wurde mit 3:0 zu Gunsten des BVB gewertet. Ozawa selbst: „Ich habe mich zwischenzeitlich provozieren lassen und etwas die Kontrolle verloren, dennoch fand ich das Verhalten meines Gegners ziemlich unfair. Was mit meinen Belägen falsch war weiß ich nicht. Es waren ganz normale, vom Weltverband lizenzierte, Beläge.“

Eigentlich hätte der TTC zur Pause mit 4:0 führen müssen, denn nicht nur Ozawas „Niederlage“ war überflüssig, sondern auch das 2:3 von Mühlbach/Oostwouder gegen Bottroff/Fadeev. Die Jülicher dominierten die Partie und vergaben im vierten Satz beim Stand von 10:8 zwei Matchbälle. Aber auf Lauric Jean, Hermann Mühlbach und Ewout Oostwouder war in dieser heißen Phase Verlass, denn sie sorgten für die 4:2-Führung.

Störungen

Doch der BVB kam zurück, störte immer wieder durch spitze Kommentare von der Bank den Spielfluss der Indeländer und heizte die Stimmung in der gut besuchten Halle an der Gürtlerstraße an. Jean und Ozawa scheiterten dann jeweils im fünften Satz; Ozawa führte sogar mit 2:1-Sätzen und 7:3.

Nun war wieder Jülichs unteres Paarkreuz am Zug, das sicher die beiden Zähler ins Ziel rettete. Arnold Beginn kommentierte scharf: „Ozawas Verhalten war unprofessionell, es hätte uns beinahe den Sieg gekostet, dafür hat es uns aber vier Stunden Nervenkitzel geschenkt, auf den wir auch gerne verzichtet hätten. Ich finde es gut, dass Oostwouder zu seiner alten Form zurück gefunden hat; seine Leistung hat mir viel Freude bereitet.“

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