Tischtennis-Pokalmeisterschaft: Ohne Erfolgsdruck zum Spiel des Jahres

Von: Antonius Wolters
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In der Schlüsselrolle im heutigen Pokal-Viertelfinale gegen den 1. FC Saarbrücken TT: Hermann Mühlbach soll den Weg zum Sieg ebnen. Foto: Kròl

Jülich. Die Anhänger von Tischtennis-Zweitligist TTC Indeland Jülich machen sich am Samstag zeitig auf den Weg, um das „Spiel des Jahres“ in der Fuldaer Esperantohalle zu verfolgen. Bereits um 8.30 Uhr fährt der Fan-Bus an der heimischen Nordhalle los.

Der 50-köpfige TTC-Tross möchte in der gut 3000 Zuschauer fassenden Halle mächtig Stimmung machen, wenn Kapitän Hermann Mühlbach & Co. um 17 Uhr gegen den aktuellen bundesliga-Dritten und Champuions-League-Viertelfinalist 1. FC Saarbrücken antreten.

„Alles hängt vom ersten Spiel ab“, sagt Manager Arnold Beginn, dem dem Team eine „30-Prozent-Chance auf den Sieg“ einräumt. „Wir haben nichts zu verlieren und können nur positiv überraschen“, sagt Teamkapitän Hermann Mühlbach zur psychologischen Ausgangsposition, die den TTC Indeland in der Außenseiterrolle sieht. Darin fühlt sich das Team sichtlich wohl, denn der Erfolgsdruck liegt eindeutig beim haushohen Favoriten Saarbrücken.

Jülich ist der einzige Zweitligist, der an der Pokal-Endrunde teilnimmt, nachdem er Mitte September mit einem 3:1-Heimerfolg im Achtelfinale bereits den Bundesligisten TTC Frickenhausen aus dem Pokalwettbewerb geworfen hatte. „Solche Überraschungen wird es in nächster Zeit häufiger geben“, sagt Manager Beginn voraus, der das als Beleg dafür wertet, dass Tischtennis-Bundesliga und die neue eingleisige 2. Bundesliga von der Leistung her enger zusammengerückt sind.

Das mit internationalen Spitzenspielern besetzte Jülicher Team, das bei Turnieren rund um den Globus aktiv ist, schrecken weder die Kulisse in der Esperantohalle noch die Namen der Gegner – der Genuss soll am Samstag im Vordergrund stehen und vielleicht gelingt den Herzogstädtern ja eine weitere Sensation. Allerdings wird sich erst in Fulda entscheiden, ob Mühlbach, der sich am Sonntag gegen Dortmund eine Zerrung zuzog, wieder im Vollbesitz seiner Kräfte ist und spielen kann.

Manager Beginn freut sich schon sehr auf das „Familienfest der Tischtennis-Szene“, die sich trifft, wenn der erste Titel der Saison vergeben wird. „Ende Dezember beginnen stets die Vertragsverhandlungen“, sagt Beginn, der in Fulda sicher auch am Personaltableau für die nächste Saison feilen wird. Bei all den Gesprächen muss er aufpassen, dass er den Auftritt „seines“ TTC nicht verpasst.

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