Jülich/Köln - Tischtennis-Bundesliga: TTC Indeland steigt auf

Tischtennis-Bundesliga: TTC Indeland steigt auf

Von: Jörg Sauer
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Holten im Doppel und in ihren beiden Einzeln die „halbe Miete“ beim 1. FC Köln: Hermann Mühlbach (v.l.), Trainer Miroslav Broda und Yoshihiro Ozawa waren mit dem 6:1-Erfolg zufrieden. Foto: Kròl

Jülich/Köln. Nach dem grandiosen 6:1-Auswärtssieg beim 1. FC Köln darf der TTC Indeland Jülich weiter auf die Herbstmeisterschaft in der 2. Tischtennis-Bundesliga spekulieren. Auch wenn die Mitbewerber auf die Pole Position zum Abschluss der Hinrunde zuletzt nicht strauchelten, rangieren die Jülicher mit nur drei Punkten Rückstand auf die Tabellenspitze in verheißungsvoller Position.

Hätten Lauric Jean und Martin Allegro ihren Matchball beim Stand 10:9 im fünften Satz gegen Robin Malessa und Gianluca Walther genutzt, wären die Domstädter wohl von Beginn an in aussichtsloser Position gewesen. So, mit dem 1:1 aus den Doppeln, hielten die Kölner die Partie zumindest bis zu den Einzeln offen. Denn Mühlbach/Ozawa hatten zwar im dritten Satz beim knappen 19:17-Erfolg das Glück auf ihrer Seite, schließlich siegten sie doch recht souverän mit 3:1 gegen Wehking/Helbing.

Lauric Jean punktete im Anschluß erwartungsgemäß glatt gegen Robin Malessa. Aber als dann Hermann Mühlbach, der zuletzt eher unglücklich agierte, auch noch sein Einzel gegen Kölns Spitzenspieler Lennart Wehking nach vier Sätzen gewann, waren die Geißböcke endgültig auf verlorenem Posten.

Dieses Spiel war der einzige wirklich sicher geglaubte Punkt für die Kölner. Mühlbach kommentierte: „Ich habe zwar gegen Wehking schon einige Male gewonnen, aber meine Bilanz gegen ihn ist negativ. Ich rechnete nicht unbedingt mit einem Sieg, aber ich habe mich gut gefühlt und ein super Spiel gemacht. Ich war nach dem knapp gewonnenen ersten Satz psychologisch im Vorteil, da ich auch wusste, dass meine Teamkollegen im unteren Paarkreuz sichere Punkte liefern werden.“

Lauric Jean stimmte Mühlbach zu: „Es gibt uns viel Sicherheit, dass wir im unteren Paarkreuz so starke Spieler haben.“ Und Indelands bärenstarkes unteres Paarkreuz lieferte die erwarteten Punkte. Auch wenn Yoshihiro Ozawa und Martin Allegro jeweils fünf Sätze zum Sieg benötigten, waren die beiden verlorenen Sätze eher als „kleiner Betriebsunfall auf dem Weg zum sicheren Sieg“ zu bewerten. Allegro schoss den ehemaligen Jülicher Gianluca Walther in den ersten beiden Durchgängen förmlich vom Tisch. Danach verlor der Shooting-Star der belgischen Nationalmannschaft etwas die Spannung, er gab zwei Sätze ab um dann im letzten Satz wieder zur alten Stärke zu finden.

Ozawa kam gegen Helbing etwas schwerfällig ins Match, lag 0:2 hinten, stellte die Aufschläge etwas um und siegte dann mit 3:2 ohne Mühen. Schließlich brachte Lauric Jean mit seinem überzeugenden Vier-Satz-Sieg im Spitzeneinzel über Wehking den Jülicher Kantersieg nach rund zweieinhalb Stunden ins Ziel.

TTC-Cheftrainer Miroslav Broda kommentierte: „Es war wohl ähnlich wie gegen Hilpoltstein. Das Ergebnis ist etwas zu deutlich ausgefallen. Es hört sich klar an, aber die meisten Spiele waren hart umkämpft. Dennoch bin ich sehr zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft.“

Der TTC hat nach wie vor die Chance, aus eigener Kraft auf einem Aufstiegsplatz zu überwintern. Grundvoraussetzung dafür ist ein Heimsieg am kommenden Freitag im Spitzenspiel gegen BV Borussia Dortmund.

Falls Primus Bad Königshofen gegen Hilpoltstein strauchelt, könnte den Jülichern am letzten Spieltag der Hinrunde sogar die Herbstmeisterschaft winken.

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