Tierische Gäste ziehen aus dem Jülicher Brückenkopf-Park aus

Von: ma.ho.
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Ulrike Kloos (m.), Fachkraft des Sozialdienstes, freute sich über das tierische Geschenk von Dr. Dorothee Esser-Link (2.v.r.), Geschäftsführerin des Brückenkopf-Parks. Foto: Horrig

Jülich. Rein in die Transportbox, Klappe zu und ab ging die Reise nach Stolberg: Es handelte sich um den Umzug vom Brückenkopf-Zoo in das Seniorenzentrum Marienheim Stolberg. Zwei Kaninchen bezogen diese Woche ihr neues Domizil, wo sie künftig Senioren den Alltag ein wenig verschönern sollen, indem sie einfach in ihrem neuen Gehege mit Garten umherhoppeln oder sich mit Karotten füttern lassen.

Alles begann vor einigen Wochen mit dem Besuch von Bewohnern der Stolberger Einrichtung im Brückenkopf-Park. Schon länger hegte man den Wunsch, für die Senioren Kaninchen anzuschaffen. Der Zufall wollte es, dass die Senioren im Zoobereich einige junge Kaninchen erblickten. Ulrike Kloos, Fachkraft des Sozialdienstes der Senioreneinrichtung, informierte sich über die Möglichkeit, zwei Kaninchen zu erwerben. Als Dr. Dorothee Esser-Link, Geschäftsführerin des Brückenkopf-Parks, davon erfuhr, zeigte sie sich spontan kooperativ und gab das Versprechen, den Senioren zwei Kaninchen zu überlassen.

Kloos schwärmte bei der Übergabe der Tiere noch immer von dem Besuch. Die älteren, teils demenzkranken Menschen erinnern sich anhand mitgebrachter Pfauenfedern oder anderer Kleinigkeiten an den Parkbesuch und zehren noch immer davon.

Wie die beiden flauschigen Tiere heißen sollen, steht noch nicht fest. „Das entscheiden die Bewohner selbst“, so Kloos. „Die Menschen, die bei uns wohnen, freuen sich, wenn sie sich um die Tiere kümmern können.“ Da das Langzeitgedächtnis bei Demenzkranken noch funktioniert, würden, wenn Senioren Kaninchen streicheln, unter Umständen Kindheitserinnerungen geweckt. Zudem begegnen die Nager dem Menschen ganz unvoreingenommen.

Bei alten Menschen löst der Kontakt zu ihnen, das Streicheln des Fells und die munteren und neugierigen Reaktionen des Tieres oft Lebensfreude aus. Die Erfahrung mit Tieren hat gezeigt, dass auch Kaninchen oft Zugang zu Senioren oder Kranken finden.

Vor einiger Zeit hat auch der Brückenkopf-Park damit begonnen, spezielle Tierführungen oder -fütterungen für Senioren oder Menschen mit besonderen Bedürfnissen anzubieten, was auch in der noch kurzen Zeit gut angenommen wird. So besuchen Zooleiter Henri Fischer und seine Mitarbeiter mit den Gästen unter anderem die Eselgruppe im Zoo. Wie die Kaninchen sind auch diese Tiere sehr gut geeignet für einen intensiven Kontakt zwischen Mensch und Tier.

„Erste Schritte sind gemacht und wir hegen den Wunsch, uns weiter den Menschen und Tieren anzunähern“, erklärte die Parkleiterin, die sich über die Kooperation mit dem Marienheim Stolberg sehr erfreut zeigt.

Informationen zu einzelnen Führungen und Angeboten gibt es unter www.brueckenkopf-park.de.

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