Tierisch gute Laune beim Titzer Lindwurm

Von: Günter Jagodzinska
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Das Alter spielt keine Rolle, wenn es darum geht, beim Titzer Tulpensonntagszug mitzufeiern. Der Nachwuchs nimmt kurzerhand im Bollerwagen Platz und zieht mit. Foto: Jagodzinska
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Und sie sind doch grün, die Bewohner des Mars, die im Titzer Zug eine Fanfreundschaft mit Deutschland begründeten.

Titz. Im Nordkreis weiß man am Tulpensonntag nicht nur wo die Musik spielt, sondern auch wo fast 600 Teilnehmer einen der schönsten und größten Karnevalszüge der Region auf die Beine stellen. Seit vielen Jahren ist die Interessengemeinschaft Titzer Karneval Garant für das jecke Highlight am Schluss der Session zuständig.

Viele Monate lang haben Wagenbauer an prächtigen Großwagen gehämmert, gezimmert und gebastelt, Vereine und Familien haben Motive für Verkleidungen und Gruppenmottos ausgedacht und in die Tat umgesetzt. Jeder Jeck ist anders, und genau deshalb wurde der närrische Lindwurm so herrlich farbenprächtig und abwechslungsreich.

Unter der Regie der IG Titzer Karneval machten sich 15 Wagen, 18 Fußgruppen mit zwei bis 19 Mitgliedern und mehrere Musikkapellen auf den Weg durch die Straßen, die flächendeckend an beiden Straßenrändern von Besuchern, Anwohnern und Karnevalsfans aus Nah und Fern gesäumt wurden. Auf den Wagen wurden die verschiedensten kostümierten Gestalten gesichtet.

Rocker, Gärtner oder trinkfeste Freunde von der grünen Insel Irland, ob Pharaonen, Robin Hood samt Gefolge oder Astronauten und Marsmenschen, auf dem Vorstands-Musikwagen und dem Weinkrug, auf dem Schneemannwagen oder dem der Western-Legende Lucky Luke – so verschieden die Gestalten auch waren, alle widmeten sich voller Begeisterung der gleichen Aufgabe: Kamelle, Strüßjer, Schokolade und alles mögliche an sonstigem Wurfmaterial unters jecke Volk zu bringen.

Das herrliche Wetter genossen zudem zahlreiche „tierische Artgenossen“, die sich in den Fußgruppen als Glückskäfer, Dschungeltiere, Bienen oder Fliegen tummelten. Hexen, Hippies, Teufel, Ritter und Rokoko-Ladies und sogar rollende Einmann-Minizirkuszelte feierten mit dem närrischen Volk am Straßenrand, das sich nur zu gerne von der grandiosen Stimmung anstecken ließ.

Wenn dann die Musikgruppen, die den Lindwurm begleiteten, die altbekannten kölschen Karnevalstöne anstimmten, fielen die Narren auf und neben der Straße lautstark mit ein und machten Titz zur Partymeile.

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