Tiefe Trauer: CDU-Politiker und Kaufmann Franz Schmitz ist tot

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Mit 81 Jahren gestorben: Franz Schmitz. Foto: Petersen

Jülich. Franz Schmitz, der in Jülich als Kaufmann, Gastronom, Bierbrauer und CDU-Politiker bekannt war, ist am 27. Juli gestorben. Sein letztes Lebensjahrzehnt verbrachte Schmitz in Bad Münstereifel. Geboren wurde er als echter Muttkrat am 31. März 1936 in Jülich.

In den 1960er Jahren richtete er im elterlichen Besitz zwischen Grün- und Schützenstraße einen „Supermarkt“, den „Bösen Wolf“, ein. Später übernahm er die Traditionsgaststätte „Viktoriasaal“ und war darüber hinaus als Getränkehändler tätig. Um Ökonomie und Ökologie mit Lokalkolorit zu verbinden, braute er Jülicher Bier und stellte Jülicher Senf her.

Von 1984 bis 1999 war er für die CDU Mitglied des Stadtrates. Sein Ziel: Jülich zu einer in der Region bekannten Einkaufsstadt zu machen. 1983 wurde er Vorsitzender der Jülicher Werbegemeinschaft und unter anderem Mitbegründer der Jülicher Stadt- und Erntedankfeste. Durch sein direktes Auftreten war er erfolgreich, es trug ihm aber auch den leicht spöttischen Beinamen „Vierkant“ ein.

Als der Stadtrat 1994 darüber abstimmte, ob die Landesgartenschau 1998 in Jülich stattfinden sollte, stellte er sich mit wenigen anderen Kollegen der CDU gegen deren Wahlversprechen, die Landesgartenschau abzulehnen. Es ist deshalb auch sein Verdienst, dass die LaGa nach Jülich kam und der Brückenkopf saniert wurde.

Danach verließ ihn sein kaufmännisches Glück, als er die Gastronomie des Brückenkopf-Parks und Haus Hesselmann übernahm. Schließlich ärgerten sich viele Jülicher über ihn wegen eines Gastronomie-Pavillons, den er mit Genehmigung der Stadt in den Denkmalbereich der Stadtbastion St. Jakob gesetzt hatte. So verließ er Jülich nicht im Groll, eher traurig!

Auch die CDU verließ er, weil er seiner Ansicht nach zu wenig Unterstützung erhielt. In seinem Lokal auf Burg Münstereifel begrüßte er Jülicher immer als gern gesehene Gäste, schreiben seine ehemaligen Mitstreiter Wolfgang Hommel und Dr. Peter Nieveler im Nachruf auf Franz Schmitz.

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