Tief eingetauscht in die Geschichte

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Etliche 1000 Stunden Arbeit stecken in dieser Chronik über die Pfarre Mersch-Pattern, die Josef Lowinski erstellte. Foto: Kròl

Mersch. Im Landeshauptarchiv Koblenz, dem Hauptstaatsarchiv Düsseldorf oder dem Kreisarchiv Düren und dem Stadtarchiv Jülich kennt er sich bestens aus.

Das Pfarrarchiv Mersch hat er sogar eigenhändig geordnet und dafür viel Lob erfahren. Seit mehr als 30 Jahren beschäftigt sich Josef Lowinski aus Mersch mit der Geschichte seines Dorfes, und dies, obwohl es nicht sein Geburtsort ist. Seine Familie stammt aus Schlesien und kam 1946 in den Westen, später nach Mersch, wo sein Vater eine Lehrerstelle erhielt. Doch hier fühlt er sich heute zu Hause, ist hier verheiratete, zweifacher Vater und mehrfacher Großvater.

Seit seiner Pensionierung im Jahre 2000 widmet sich der ehemalige Fahrdienstleiter für Transporte im Forschungszentrum noch intensiver seiner Leidenschaft und wandelt auf den geschichtlichen Spuren von Mersch und Pattern. Er war es auch, der damals zum Jubiläum des Kirchenchores im Jahre 2005 eine Chronik erstellte und bei der Arbeit feststellte, dass dieser Chor wesentlich älter als gedacht war. So feierten die Sänger und Sängerinnen 325 Jahre Kirchenchor Mersch.

Die Anfänge des Dorfes

Wie so oft beim Stöbern in alten Unterlagen und Dokumenten kommt eins zum anderen. Nach jahrelanger Recherche und etlichen 1000 Arbeitsstunden hält Josef Lowinski nun voller Stolz eine Chronik der Pfarre Sankt Agatha Mersch-Pattern in Händen, die er auf eigene Kosten drucken und binden ließ. In diesem rund 280 Seiten starken Werk geht er auf die Anfänge des Dorfes zurück, als es noch Kirtzenich hieß und zur Pfarre Güsten gehörte. Etwa um 1550 wurde Mersch dann auch zur Pfarrkirche erhoben, doch erstmals urkundlich erwähnt wurde Kercich unter Anno II. von Köln etwa um das Jahr 1075.

Auf all diese geschichtlichen Hintergründe geht Hobbyhistoriker Josef Lowinski detailliert ein und beschreibt die Entwicklung des Dorfes und der Pfarrgemeinde. Das Gerichtswesen, wie der Send, die Pfarrer, die in Mersch tätig waren, werden von Lowinski aufgearbeitet.

Näher geht er auch auf die „Schwarzen Muttergottes“ ein, die sich nach ihrer Restaurierung als farbiges Standbild entpuppte. Die Glocken von St. Agatha beschreibt der Autor, der Schützenbruderschaft, Brauchtumspflege und sogar der Sendeanlage widmet er einen Artikel. Die „großen Söhne“ des Dorfes finden Erwähnung und zudem eine Fülle von Begebenheiten und Menschen, was diese Chronik lesenswert macht.

Doch mit diesem Buch ist das Material noch nicht erschöpft, und der Autor will auf alle Fälle weiterarbeiten, so dass noch mit der einen oder anderen Veröffentlichung zu rechnen ist.

Die jetzt vorliegende Chronik ist für 25 Euro ab sofort bei Josef Lowinski, Telefon 02461 7776, erhältlich. Kr.

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