Thema Sucht: Drogenprävention an der Sekundarschule

Von: Daniela Mengel-Driefert
Letzte Aktualisierung:
Drogenprävention
Schon das Klötzchen Stapeln wird schwierig, die Koordination ist eingeschränkt: Wer die Rauschbrille aufsetzt, erlebt seine Umwelt so, als hätte er große Mengen Alkohol getrunken. Foto: Mengel-Driefert

Jülich. Wer die Gefahren von Drogen kennt, weiß, wie sie Körper und Geist schaden. An der Sekundarschule Jülich informierte ein dreitägiges Drogenpräventionsprogramm die Schüler der achten Klassen.

Das Besondere: Die Achtklässler sind an der Sekundarschule Jülich die Ältesten, sie haben keine Negativvorbilder. Doch ihr Verhalten und Einstellung zu Drogen wird Vorbild für die nachfolgenden Jahrgänge sein. Nicht nur aus diesem Grund lohnt eine intensive Auseinandersetzung.

Schulleiterin Angelika Lafos legte die Veranstaltung fächerübergreifend an, nahm zudem außerschulische Lernpartner mit ins Boot. „Die Drogenberatungsstelle Düren stellte einen Rauschparcours zur Verfügung“, erklären Nadja Haupt, Ansprechpartnerin der achten Stufe, und Schulsozialarbeiterin Caren Palmen. In dem Parcours erlebten die Schüler, mit einer Spezialbrille ausgestattet, wie sich die eigene Wahrnehmung nach Alkoholkonsum verändert und die koordinativen Fähigkeiten nachlassen. Schon auf einer Linie zu balancieren oder Klötzchen stapeln kann schwierig werden.

In Gruppen erarbeiteten sich die Schüler Kenntnisse über harte Drogen, Stationen informierten über Nikotinsucht und ihre Auswirkungen, ein Quiz klärte über Cannabis auf. Naturwissenschaftliche Versuche zeigten die Auswirkungen des Rauchens auf die Lunge. Polizist Norbert Herrmanns klärte über das Thema Alkohol aus Sicht der Polizei auf, stellte einen Drogentest vor und wie er funktioniert.

Schulseelsorger Ralph Loevenich regte die Schüler zum Nachdenken an, brachte das Thema Verantwortung ins Spiel. Welche Verantwortung trägt derjenige, der Alkohol konsumiert für sich selbst und für andere? Darüber hinaus besuchten Vertreter der Anonymen Alkoholiker die Schule, sprachen offen über ihre Sucht.

Sportlehrer Norman Soemantri bot den Jugendlichen Alternativen, erprobte mit ihnen Bewegungsspiele, die „glücklich“ machen. Joggen hat einen Antidepressivum-Effekt, und auch Mannschaftssportarten, Balancieren und Klettern bewirken eine verstärkte Ausschüttung von Glückshormonen.

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