Thema im Mittwochsclub: Ritterschaft im Herzogtum Jülich

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Jülich. Im Rahmen des „Mittwochsclubs“ von Jülicher Geschichtsverein und Museum Zitadelle ist in der Schlosskapelle der Zitadelle Jülich ein weiterer Vortrag geplant. Gregor Hecker (Bonn) referiert am Mittwoch, 28. Januar, um 19.30 Uhr über das Thema: „Ritterzettel im Herzogtum Jülich im 15. Jahrhundert“.

Landständische Verfassung

Das Herzogtum Jülich besaß in der Frühen Neuzeit, wie andere Territorien im Alten Reich, eine landständische Verfassung. Die Landstände bestanden aus Vertretern von Städten und Rittern, die mit dem Landesherrn an der Regierung des Territoriums beteiligt waren.

Gegen den Landesherren

Die Ursprünge dieser landständischen Mitwirkung liegen im Späten Mittelalter. Ab dem 14. Jahrhundert sind Fälle bekannt, in denen Gruppen aus Rittern und städtischen Vertretern dem Landesherrn in Fragen der Regierung gegenübertraten.

In seinem laufenden Dissertationsprojekt an der Universität Bonn untersucht Gregor Hecker die Ritterschaft im Herzogtum Jülich im 15. Jahrhundert und deren Entwicklung bis hin zum ausgebildeten Landstand im 16. Jahrhundert. Im Vortrag wird ein Ausschnitt aus dem Dissertationsprojekt vorgestellt.

Die landständische Ritterschaft in Jülich lässt sich seit der Mitte des 16. Jahrhunderts durch so genannte Ritterzettel fassen, welche die Mitglieder der Ritterschaft und deren Landtagsfähigkeit dokumentieren.

Vorläufer der Ritterzettel?

Auf den ersten Blick ähnlich erscheinende Quellen des 15. Jahrhunderts wurden von der Forschung bisher als direkte Vorläufer dieser Zettel eingestuft. Diesen vermeintlichen Vorläufern wurde ohne nähere Prüfung derselbe Bedeutungsgehalt wie den Ritterzetteln zugewiesen.

Verfassung früher datiert

Damit projizierte die Forschung zugleich die recht fest umrissene landständische Verfassung der Frühen Neuzeit kurzerhand auf das Spätmittelalter.

Im Vortrag wird diese Ansicht kritisch beleuchtet und eine neue Deutungsweise dargelegt, die sich eng an den spätmittelalterlichen Quellen orientiert.

Der Eintritt ist frei!

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