Theaterreihe „Lachen“: Komödie über „Vom Winde verweht“

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Jülich. Das Kulturbüro der Stadt Jülich präsentiert am Samstag, 25. Januar, um 20 Uhr in der Stadthalle ein Gastspiel des Landestheaters Dinkelsbühl. Das Stück „Mondlicht und Magnolien“ erzählt die Wahrheit über die Verfilmung von „Vom Winde verweht“.

„Gone with the Wind“, einer der größten Beststeller der US-Literatur, wurde 1936 von Margaret Mitchell veröffentlicht. Der Roman spielt in den Südstaaten der USA während des Sezessionskriegs in den 1860ern und des folgenden Wiederaufbaus. Die Verfilmung mit Vivien Leigh und Clark Gable wurde ein Kinoklassiker.

Handlung der Komödie von Ron Hutchinson ist Hollywood 1939. Der berühmte Filmproduzent David O. Selznick hat ein wirklich großes Problem. Sein neuer Film „Vom Winde verweht“ wird schrecklich. Er zieht die Notbremse und stoppt die Dreharbeiten. Wenn er den Film nicht retten kann, ist er pleite. Fünf Tage hat Selznick Zeit, dann muss weiter gedreht werden. Ein neues Drehbuch muss her. Er lässt den erfolgreichen Autor Ben Hecht in sein Büro kommen. Ben Hecht hat den Roman „Vom Winde verweht“ nicht gelesen und zeigt keine Neigung, sich mit diesem Bestseller zu beschäftigen.

Er findet die Saga um Scarlett O‘Hara, Rhett Butler, Melanie und Ashley scheußlich. Für ihn ist es nur eine Liebesschnulze, „Mondlicht und Magnolien“-Kitsch.

Da die Zeit drängt, greift Selznick zu einer Notlösung: Gemeinsam mit dem Regisseur Victor Fleming spielt er Hecht die vertrackte Handlung vor. Parallel dazu schreibt Hecht die Dialoge.

Knapp eine Woche sind die drei Männer in Selznicks Büro eingesperrt, schlüpfen in wechselnde Rollen, steigern sich in den Rausch des Melodrams, durchleben den Brand Atlantas, der Hauptstadt des Südstaaten-Staates Georgia, die dramatische Geburt von Melanies Baby, Scarletts Intrigen und Amouren, kämpfen mit ihrer eigenen Erschöpfung, wachsender Gereiztheit und höchst verschiedenen Sichtweisen des Stoffs.

Ron Hutchinson, selbst Drehbuchautor, fertigte aus den authentischen Tagebuchaufzeichnungen Ben Hechts eine temporeiche „Backstage-Comedy“, die mit urkomischen Szenen und glänzenden Dialogen ein bissiges Licht auf den Aberwitz und die Hysterie der Filmindustrie wirft.

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