Niedermerz - Teutonia feiert ihr Riesentalent

Teutonia feiert ihr Riesentalent

Von: gre
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Der Teutonia-Schal ist nur ein Erinnerungsgag bei der EM-Nachfeier. Reinhold Yabo bleibt beim 1. FC Köln. Ortsbürgermeister Hans-Josef Königstein (v.l.), Teutonia-Vorsitzender Jürgen Brehm, Reinhold Yabo und Bürgermeister Lothar Tertel. Foto: Greven

Niedermerz. Es ist etwas ganz Besonderes, mit 17 schon Fußball-Europameister zu werden. Das hat Reinhold Yabo, den Kapitän der U17-Nationalmannschaft, glücklich und stolz gemacht, jedoch nicht überheblich.

Stolz sind auch die Niedermerzer auf ihn, besonders die Teutonen, für die er sechs Jahre kickte, bevor er 2001 zum 1. FC Köln wechselte. Die Teutonia gab eine kleine Party im Wohnhaus seiner Eltern, auf der sich auch Bürgermeister Lothar Tertel und Ortsbürgermeister Hans-Josef Königstein mit der Teutonen-Familie über den „großen Sohn” freuten.

Es hört sich zwar unwahrscheinlich an, ist aber zutreffend. Schon mit dreieinhalb Jahren schoss Klein-Reinhold Tore. „Er war so klein, dass er ohne den Kopf zu neigen unter den Absperrstangen hindurch gehen konnte”, erinnert sich Teutonia-Vorsitzender Jürgen Brehm.

Auch sein Vater war ein „Riesenfußballer”, der damals für die Teutonia kickte. Schon mit neun Jahren holte sich der FC das Supertalent, für den der dunkelhäutige Niedermerzer alle Nachwuchsmannschaften durchlief. Als Nationalspieler hat er schon reichlich Routine: Insgesamt 31 Spiele absolvierte er in der U15, U16 und U17. Vor kurzem hat er einen Fünf-Jahres-Vertrag beim Bundesligisten unterzeichnet.

Die Europameisterschaft war eine großartige Sache. Alle Spiele hat die von Marco Pezzaiuoli trainierte Nationalelf gewonnen und nur zwei Gegentore kassiert. Vor allem die für den 17-Jährigen riesigen Zuschauerkulissen waren außerordentlich imponierend und motivierend.

„Die Zuschauer haben uns richtig zum Sieg gepusht”, so die Feststellung des zentralen Mittelfeldspielers. Immerhin verfolgten 24.000 Fans das Finale gegen die Niederlande im Magdeburger Stadion. „Das hatten wir noch nie erlebt.” Auch bei den Rundenspielen in Erfurt, Jena (zweimal) und Dessau kamen durchschnittlich 7000 Zuschauer.

Zum Endspiel heißt es im Internet: „Bei den Deutschen boten Thy und Kapitän Reinhold Yabo eine starke Leistung.” Sein bescheidener Kommentar: „Dabei war ich richtig platt.”

Die nächste Herausforderung fürs U17-Nationalteam ist die im Herbst in Nigeria folgende WM. Darauf freut sich Reinhold Yabo schon jetzt. Er freut sich auch auf Lukas Podolski. „Mit dem möchte ich demnächst ganz gerne in der ersten Mannschaft spielen.”
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