Teurer Schilder-Klau bringt Bürgermeister auf Palme

Von: Antonius Wolters
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Der dritte Versuch Ende April – hier strahlen Thomas Marx (v.l.), Bürgermeister Ulrich Schuster und Franz-Josef Wolff – ist bereits wieder zunichte gemacht: Am Wochenende ist das Schild „Reiten verboten“ erneut geklaut worden.
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Franz-Josef Wolff hatte eine Wathose übergestreift, um das Verbotsschild aus der Rur zu bergen. Foto: Wolters

Schophoven. Die Gemeinde Inden gehört zu den finanziell klammen Kommunen, die jeden Cent mindestens dreimal herumdrehen müssen. Da schmerzen unsinnige Ausgaben besonders. Ein Paradebeispiel dafür ist das Verkehrszeichen „Reiten verboten“ am Rurufer-Radweg, das ständig ersetzt werden muss. Nun gab es eine Anzeige gegen Unbekannt - und reichlich Frust.

Ein besonders krasses Beispiel findet sich am Rurufer-Radweg, der durchgehend für Reiter gesperrt ist. Ein entsprechendes Verbotsschild auf Indener Gebiet in Höhe Schophoven ist förmlich „umkämpft“: Ende April wurde bereits der dritte Versuch gestartet, das Schild anzubringen. Thomas Marx und Franz-Josef Wolff vom gemeindlichen Bauhof hatten das neue Schild bestellt und durch einen Stahlbaubetrieb an den Metallmast befestigen lassen, bevor dieser einbetoniert wurde.

Franz-Josef Wolff zog zudem eine Wathose an, denn das alte Schild, das abgeschraubt worden war, wurde von den Dieben anschließend in die Rur geworfen. Geschützt durch die hüfthohen Stiefel wagte sich Wolff vorsichtig in den ruhig fließenden Fluss vor, um das Verbotsschild zu bergen, das von der benachbarten Brücke aus zu erkennen war und nun in Reserve ist.

Die gesamte Aktion – nach Schätzungen von Bürgermeister Ulrich Schuster mit einem Aufwand von rund 1500 Euro verbunden – war am Wochenende schon perdu: Am Freitag stand das Schild noch, am Samstag war es verschwunden.

Nach einer Anzeige gegen Unbekannt wird es demnächst vermutlich Versuch Nummer Vier geben, um das Schild „Reiten verboten“ ordnungsgemäß an seinem angestammten Platz anzubringen. Fortsetzung folgt...

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