Tetzer KG beglückt die Narrenschar mit einer Sitzung der Superlative

Von: Kr.
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Tanzmariechen Michel Hosek erntete die erste Rakete des Abends, der noch viele weitere folgen sollten. Foto: Kròl

Tetz. Es war eine Sitzung der Superlative, zu der die KG „Fidele Brüder“ Tetz ihre Freunde und Freundinnen eingeladen hatte. Ausverkauft konnten die Verantwortlichen schon früh vermelden, und so bot sich dem Elferrat mit Präsident Willi Sommer an der Spitze ein buntes Bild, als sie mit dem Traditionskorps „Treuer Husar“ Köln einzogen.

„Ihr tragt die schönsten Farben, die der Karneval zu bieten hat – Blau-Gold, unsere KG Farben“, stellte Sommer zufrieden fest.

Und dann ging es auch direkt los. Das Korps lieferte einen tollen Einstieg mit traditionellen „kölschen Liedern“, einem super aufgelegten Tanzmariechen mit ihrem Offizier und der Garde, die ebenfalls ihren Husarentanz ablieferte. Die erste Rakete des Abends wurde fällig, als das Tanzmariechen der „Fidelen Brüder“, Michel Hosek, ihren Tanz beendet hatte. Danach ging es Schlag auf Schlag weiter.

Noch viele Raketen wurden gezündet, denn es war nur schwer zu sagen, welche Darbietung die beste an diesem Abend war. „Janz schön wild, janz schön Kölle“, sangen die „Domstürmer“, die frenetisch gefeiert wurden. Sie brachten den Saal zum Überkochen, und selbst der Elferrat verließ seine Plätze, um auf der Bühne mitzumischen. Doch nicht nur kölsche Tön haben sie drauf, sie können auch rockig, wie sie mit „Highway to Hell“ bewiesen.

Trotz dieser ausgelassenen Stimmung verstand Martin Schopps es wunderbar, sich Gehör zu verschaffen, mit dem, was er zu sagen hatte. Aus seinem Alltag als Lehrer gab es so manches zu berichten, und die gute alte Zeit ließ er auch noch einmal Revue passieren, als Kinder noch auf Bäume kletterten, Seifenkisten bauten und Abenteuer suchten. „Das größte Abenteuer heute für einen 14-Jährigen ist es, wenn er mit 14 Prozent Akkuleistung das Haus verlässt.“ Er hatte auch ein „Krätzchen“ zu aktuellen Themen mitgebracht, und wen wundert es, dass auch für ihn eine Rakete gezündet wurde.

Solomariechen Larissa Schröder verstand es ebenfalls ihre Zuschauer zu begeistern, und eine wahre Bank im rheinischen Karneval ist Lieselotte Lotterlappen alias Joachim Jung. Mächtig zog sie vom Leder, niemand blieb verschont, ob Publikum oder Elferrat. So manch deftigen Scherz hatte sie auf Lager und berichtete freimütig aus ihrem Eheleben. Musikalisch hat sie auch so einiges drauf, und so brachte sie den Saal zum Kochen, und eine weitere Rakete wurde gezündet.

Die „Mennekrather“ schaffen es immer wieder mit ihrer heißen Musik die Stimmung auf dem Siedepunkt zu halten, und zu Jürgen B Hausmann braucht man eigentlich nichts mehr hinzuzufügen. Wenn er in seiner unnachahmlichen Art über Gott und die Welt plaudert, zieht er die Zuhörer in seinen Bann. „Querbeat“ hieß es außerdem. Laut, schrill und kunterbunt kam die Brass- und Marchingband daher und servierte ihrem Publikum eine bunte Mischung aus Kölner Liedern, Rock und Pop.

Die „Höppemötzjer“ begeisterten das Publikum mit ihren rasanten, teilweise schon akrobatischen Tänzen. Auch die Garde der „Fidelen Brüder“ stellte ihren neuen Tanz vor, die „Rurhöpper“ mischten einen Irish Pub, den sie auf der Bühne errichteten, mächtig auf, und mit Christoph Kolumbus ging es auf Entdeckungsreise. Den glanzvollen Schlusspunkt unter die rund fünfstündige Mammutsitzung setzten „Hätzblatt“ mit Stimmungsmusik und reichlich Action.

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