Test eines seriennahen Sportwagens vom Kreis genehmigt

Von: zts
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Herzstück auf dem Siersdorfer
Herzstück auf dem Siersdorfer ACI-Gelände im Industriepark Emil Mayrisch ist die 45 000 Quadratmeter große Fahrdynamikfläche mit einem Durchmesser von 200 Metern und separaten Ein- und Ausfahrten. Foto: Zantis

Siersdorf. Die Proteste aus der Siersdorfer Bevölkerung wegen der kürzlich erfolgten Lärmbelästigung durch Testfahrten auf dem ACI-Gelände Industriepark Emil Mayrisch haben einen Dämpfer erhalten.

Der Kreis Düren als zuständige Ordnungsbehörde folgende Stellungnahme hat schriftlich bestätigt, „dass auf dem Testgelände mit einem seriennahen Sportwagen eines großen Autoherstellers (Toyota) Fahrtests durchgeführt wurden”. Das war für die Anwohner unüberhörbar. Gewichtiger ist der Nachsatz in dem Schreiben.

„Diese Tests sind grundsätzlich durch die vorhandene Genehmigung nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz gedeckt. Darüber hinaus kann die örtliche Ordnungsbehörde in beschränkten Einzelfällen Ausnahmen auf Grundlage des Landesimmissionsschutzgesetzes oder des Ortsrechtes erteilen. Zuständig hierfür wäre hier die Gemeinde Aldenhoven.”

Das Automotive Center für Industry GmbH (ACI), deren Aufsichtsratsvorsitzender der Dürener Landrat Wolfgang Spelthahn ist, entstand auf dem ehemaligen Gelände der Zeche Emil Mayrisch in Kooperation mit der RWTH Aachen auf rund 45.000 Quadratmetern. Es enthält eine Fahrdynamik- und Verkehrssimulationsfläche mit einem Durchmesser von 200 Metern. Der Kreis Düren stellte das Grundstück zur Verfügung und steuerte die Vorlaufkosten für das Projekt in Höhe von rund zwei Millionen Euro bei.

Die Aachener Hochschule bringt drei Millionen Euro ein, wobei sich die RWTH-Institute für Kraftfahrzeuge (ika), für Verbrennungskraftmaschinen (VKA) und für Regelungstechnik (IRT) als zukünftige Hauptnutzer finanziell neben der RWTH-Zentrale direkt beteiligt haben. Als weiterer Gesellschafter ist die Gemeinde Aldenhoven hinzugekommen. Die Städteregion Aachen und die Stadt Baesweiler sollen auch noch Anteile erwerben.

Die Fahrdynamikfläche ist ein ebenes Kreisareal, mit einem leichten Anstieg in Richtung Ein- und Ausfahrten. Die Fläche ist so ausgelegt, dass sie sowohl für den Pkw-, als auch den Lkw-Einsatz geeignet ist. Die Dynamikfläche kann über einen ca. 400 Meter langen Beschleunigungsstreifen angefahren werden. Durch die Rückfahrstrecke ist die fast spiegelglatte Großfläche direkt nach Beendigung des Fahrmanövers zu verlassen und frei für weitere Fahrzeuge. Entgegenkommender Verkehr ist ausgeschlossen.
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