Tempomessanlage auf der Alten Turmstraße

Letzte Aktualisierung:
10402925.jpg
Die neue Tempomess-Anlage zeichnet alle Daten auf. Nicht nur Bürgermeister Ralf Claßen hofft auf einen positiven Effekt. Foto: Gemeinde

Aldenhoven. Bürgermeister Ralf Claßen hat in dieser Woche die neue Geschwindigkeitsmess- und -anzeigeanlage der Gemeinde Aldenhoven in Betrieb genommen. Die Beschaffung war aus seiner Sicht dringend erforderlich, wie die Aldenhovener Verwaltung mitteilt.

Spürbare Geschwindigkeitsübertretungen hat Claßen nicht nur selbst festgestellt, sonder es gab eine „Häufung von Rückmeldungen“ aus der Bürgerschaft und dem Gemeinderat. Ein noch vorhandenes Altgerät mit allerdings irreparabler Anzeige wurde vorbereitend kurzzeitig zu punktuellen Messungen unter anderem an der Johannesschule in Siersdorf und auf der Von-Palandt-Straße in Niedermerz eingesetzt. Die Messungen ergaben in den Tempo-30-Zonen Spitzenmesswerten bis zu 63 km/h bei häufigen Geschwindigkeitsübertretungen.

Als erster Messpunkt für das neue Gerät wurde die Alte Turmstraße im Kernort ausgewählt, da hier von Anwohnern häufige Tempoverstöße reklamiert wurden. Dies habe sich gleich bei den ersten Messungen bestätigt, wie die Gemeindeverwaltung berichtet, wobei die Fahrer jetzt durch das Signal der Anlage sichtbar zum Abbremsen animiert worden seien.

Am ersten Tag wurden zwischen 9.30 und 18.30 Uhr 957 Fahrzeuge in Fahrtrichtung Ludwig Gall Haus gemessen. Mehr als 31 Prozent haben die Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h überschritten. Dabei wurde eine Maximalgeschwindigkeit von 59 km/h gemessen.

Das Gerät zeichnet die gemessenen Geschwindigkeiten der vorbeifahrenden Fahrzeuge in beiden Richtungen über einen beliebig langen Zeitraum auf. Die Gemeinde ist so in der Lage, das Fahrverhalten an verschiedenen neu­ralgischen Punkten (Schulen, Kindergärten, Ortseinfahrten) mit hohem Gefährdungspotenzial zu messen und damit Radarmessungen durch den Kreis gezielt zu veranlassen. Zahlreiche mitbeschaffte Halterungen für die vorgesehenen Messpunkte gestalten den Einsatz der Anlage einfach und flexibel.

Bürgermeister Claßen hofft auf einen positiven Effekt: „Insbesondere für unsere Kinder und Senioren hoffe ich darauf, dass die Fahrer nun für die vorgegebene Geschwindigkeit sensibilisiert werden und ihr geändertes Fahrverhalten auch dann beibehalten, wenn die Anlage anderenorts eingesetzt wird. Die Erfahrungswerte aus vielen anderen Kommunen zeigen, dass bereits eine freundliche Erinnerung zunächst ohne Sanktion bereits zu deutlichen und messbaren Verhaltensänderungen führt.“ Für die Unbelehrbaren werde man sich auf Basis der Messwerte dafür einsetzen, die sanktionierten Tempomessungen in der Gemeinde auszuweiten.

Möglich wurde die Beschaffung der neuen Geschwindigkeitsmess- und -anzeigeanlage durch Spenden verschiedener Aldenhovener Firmen und Einzelpersonen. Hierfür bedankte sich Bürgermeister Claßen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert