Technologiezentrum: Zwischen Forschung und Anwendung

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Das TZJ ist mittlerweile ein fester Bestandteil der Standortpolitik und erfüllt eine wichtige Funktion im Technologietransfer. Foto: Jonel

Jülich. Das Jülicher Technologiezentrum (TZJ) stellt ein wichtiges Bindeglied zwischen Forschung und Anwendung dar. Nun kommen Zukunftsfragen auf.

Wie ist die wirtschaftliche Situation und wie die Perspektive der ansässigen Firmen im Jülicher Technologiezentrum (TZJ)? Ist das Zentrum selbst weiterhin so attraktiv, um junge innovative Unternehmen zu bewegen, sich dort anzusiedeln?

Dies waren Fragen, die viele Mitglieder der CDU-Frauenunion unter Leitung ihrer Vorsitzenden, Rose-Marie Kommnick, sowie Mitglieder der Senioren-Union dazu bewegten, der Einladung von TZJ-Geschäftsführer Carlo Aretz zu folgen und sich vor Ort zu informieren.

Heute existieren bundesweit ca. 400 Technologie- und Gründerzentren (TGZ), so dass diese inzwischen zu einem festen Bestandteil der Standortpolitik und des technologieorientierten Selbstverständnisses in den Bundesländern geworden sind.

Diese Zentren haben sich dem unmittelbaren wirtschaftlichen Umfeld angepasst und weisen durchaus unterschiedliche Profile auf, die in einem breiten Fächer die vielfältigen regionalen Entwicklungsansätze widerspiegeln, erklärte Aretz. In diese Phalanx gehört auch das Anfang 1992 eröffnete TZJ.

Es steht seither der Großforschungseinrichtung Forschungszentrum Jülich (FZJ) als wichtiges Bindeglied im Technologietransfer zur Seite und entwickelte sich in unmittelbarer Nachbarschaft zum FZJ zu einem Kristallisationspunkt für zukunftsweisende Forschung und Technologie und deren Umsetzung in marktfähige Produkte und Prozesse durch kreative Jungunternehmen.

Auf einer Gesamtfläche von rund 12.000 m² finden forschungs- und entwicklungsorientierte Unternehmen, Existenzgründer, Kooperationspartner und Lizenznehmer von Wissenschaft und Forschung sowie exponierte Teilbereiche des FZJ den adäquaten Raum für ihre Aktivitäten.

Als Vertreter einer solchen im TZJ ansässigen Firma gab Andreas Dölle Einblick in die Tätigkeit der MeteoViva GmbH. Kernkompetenz des Unternehmens ist die Optimierung gekoppelter Energiesysteme im Bauwesen. Schwerpunkt der Arbeit ist, Anforderungen an Wohlbefinden und Gesundheit des Menschen mit dem ökonomischen und ökologischen Betrieb eines Gebäudes zu verknüpfen.

Dazu hat das Unternehmen eine patentierte Wettervorhersage-Steuerung entwickelt, mit deren Hilfe Gebäude vorausschauend gesteuert werden. Die Wettervorhersage-Steuerung von MeteoViva stimmt Heizwärme und Kühlenergie optimal auf den wetterabhängigen Bedarf von Gebäuden ab.

Mit dem Verfahren wird das gewünschte Klima im Gebäude energieoptimiert hergestellt, so dass Einsparungen von 10 bis 35 Prozent erzielt werden können. Bei einem abschließenden Rundgang durch das TZJ erläuterte Dipl-Ing. Dölle die eingesetzte Technik in der Heizzentrale des TZJ.

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