Technologiezentrum ist seit 1998 profitabel

Von: Volker Uerlings
Letzte Aktualisierung:
Die grüne Mitte des Technolo
Die grüne Mitte des Technologiezentrums Jülich: der Palmengarten, der seinem Namen alle Ehre macht - auch im Winter. Foto: Uerlings

Jülich. Mehr als ein Dutzend Technologiezentren gibt es allein in der Region Aachen, aber nur eines davon schreibt beständig (seit 1998) schwarze Zahlen: das in Jülich. Mit dieser erfreulichen Bilanz endete auch das Jahr 2011.

Im Herbst 2012 gibt es also eine Menge zu feiern, wenn das TZJ 20 Jahre alt wird. Zwei Faktoren sind aus Sicht von Geschäftsführer Carlo Aretz, der mit einem relativ kleinen Team die Einrichtung auf Kurs hält, für den Erfolg maßgeblich: Das Zentrum hat eine optimale Größe für eine Stadt wie Jülich und mit dieser Heimat einen exzellenten Standort. Das ist nicht überall so, wo es Technologiezentren gibt, die mitunter zu groß sind und daher nicht an die Jülicher Auslastungsquoten herankommen, obwohl dort laut Aretz auch „sehr gute Arbeit geleistet wird”.

Die TZJ GmbH braucht ihr Licht aber nicht unter den Scheffel stellen und darf etwas tun, was widersprüchlich erscheint: Der Vermieter freut sich ganz ohne „Eigenbedarf” über Auszüge. Schließlich verstehen sich die Zentren als Heimat auf Zeit, die jungen Firmen auf die Beine helfen. Zum Jahresende 2011 musste das Jülicher Technologiezentrum daher Abschied nehmen von drei Firmen, die schon länger allein „laufen” können. Alle Unternehmen haben sich für einen Standort im Kreis Düren entschieden. Die Mensch und Maschine CAD-Praxis GmbH zog es ebenso nach Düren wie die gemeinnützige AfB GmbH (Arbeit für Menschen mit Behinderungen), die gebrauchte IT-Hardware aufbereitet und weiterverkauft. Die Patent- und Rechtsanwaltskanzlei Müller-Fottner-Steinecke hat sich in Jülich niedergelassen. Das ist Wirtschafts- und Gründerförderung wie aus dem Lehrbuch.

Selbstredend lässt die Betreiber-GmbH die Firmen, die ausziehen, auch mit einem weinenden Auge ziehen, weil persönliche Beziehungen entstanden sind und weil der freiwerdende Raum schnellstens weitervermietet werden soll. Durch frühzeitige Informationen hat das fast immer funktioniert, so auch jetzt. Aretz: Von den gut über 1000 Quadratmetern, die Ende 2011 frei wurden, „ist die Hälfte zum 1. Februar wiederbelegt”. Und wieder hat er „so ein Gefühl”, dass unter den vorhandenen Mietern einige groß rauskommen werden.

Die durchschnittliche Belegungsquote von 92,5 Prozent in 2010 folgt der annähernd identische Wert von knapp 92 Prozent in 2011. Das reicht in Jülich dicke, um gut über die Runden zu kommen und in das Zentrum zu investieren: Ein Neuanstrich war fällig oder neue Technik für Besprechungsräume. Demnächst soll die Heizungsanlage umgerüstet werden, damit sie wettergestützt funktioniert. „Zufällig” gibt es dafür eine kompetente Firma im TZJ...

„Wir sind völlig zuschussfrei und können uns aus unseren Einnahmen finanzieren. Wir wollen keine riesigen Gewinne”, sagt Geschäftsführer Carlo Aretz, selbst Diplom-Kaufmann. Schließlich sollen auch die Mieten bezahlbar bleiben - mindestens in den nächsten 20 Jahren.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert