Techniker kommen und gehen, die Störung bleibt

Von: Kr.
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Das Transparent ist nicht mehr aktuell, denn mittlerweile wartet Richard Reuters in Ederen schon über einen Monat auf die Reparatur seines DSL- Anschlusses. Foto: Król

Ederen. Schlecht ist Richard Reuters aus Ederen im Moment auf die Telekom zu sprechen. Seinen Unmut macht er unübersehbar Luft. Autofahrer, die regelmäßig die Kreisstraße aus Richtung Welz benutzen, haben sein Transparent schon längst zur Kenntnis genommen.

„Hier entstört seit 23 Tagen erfolglos die Telekom - Kein Telefon - Kein DSL” war darauf zu lesen. Mittlerweile währt bei dem selbständigem IT-Berater, der aus beruflichen Gründen auf seinen Internetanschluss angewiesen ist, dieser Notstand noch länger.

Verbindungen brachen ab

Angefangen hatte alles am 23. Dezember 2010. Das Telefon war gestört, Verbindungen brachen plötzlich ab, oder es gab deutliche Knackgeräusche. Natürlich meldete Richard Reuters sofort diese Störung. An Heiligabend war dann DSL tot, doch über die Feiertage war das noch zu verkraften. Am fünften Tag tat sich immer noch nichts.

Mittlerweile hatte Reuters erfahren, dass ein Nachbar überhaupt nicht mehr telefonieren konnte. Am frühen Morgen des 28. Dezember hatte Richard Reuters eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter. Es wurde ihm mitgeteilt, dass man keinen Fehler gefunden habe. Danach war seine Telefonleitung auch tot.

Erst am 29. Dezember, also Tag 7, kam ein Techniker vorbei. Er prüfte die Leitung durch und stellte fest, dass Feuchtigkeit durch eine Muffe gezogen sei. Am nächsten Tag rückte der Bautrupp an, riss den Bürgersteig vor dem Haus auf, dichtet die Muffe ab und verschwand wieder. DSL funktionierte immer noch nicht.

Am 3. und 4. Januar kamen wieder Techniker vorbei, die erklärten, dass der Schaden weiter entfernt liege. Es wurden weitere Löcher aufgerissen und wieder zugemacht. Auch vor Richard Reuters Haus wurde die Grube mit Sand aufgefüllt. Der Breitbandanschluss funktionierte aber auch da noch nicht. Telefon gab es nur sporadisch und wenn, dann mit Störungen.

Doch es sollte noch dicker kommen. Tauwetter setzte ein. Rein zufällig kamen Techniker des Wasserwerks vorbei, um turnusmäßig die Wasseruhr zu wechseln. Im Keller fanden sie die reinsten Wasserspiele vor. Schmelz- und Regenwasser hatten das Loch vor dem Haus gefüllt und von dort lief es ungehindert in den Keller. Die Wasserwerker waren es auch, die einen Damm um das Loch auf den Bürgersteig legten, um weiteren Schaden zu vermeiden. Und so ging es immer weiter.

Dauergast der Störungsstelle

Techniker kamen und gingen, mal funktionierte zumindest das Telefon, mal wieder nicht. Täglich telefonierte Reuters mit der Störungsstelle, doch geändert wurde bisher nichts. Zwischenzeitlich hat man ihm zwar einen Anschluss an das neu gelegte Glasfaserkabel versprochen, doch auch in dieser Sache ist bislang nichts passiert.

Nun ist wieder der Besuch eines Technikers angekündigt, doch mittlerweile ist Reuters skeptisch, ob dessen Bemühungen von Erfolg gekrönt sein wird. Wer kann es ihm verdenken?!
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