Taufe bereichert Abendmahlsfeier von 45 Jülicher Konfirmanden

Von: ptj
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45 junge Christen werden mündige Gemeindeglieder: Gemeinsam feierten sie am Vorabend der Konfirmation Abendmahl, konfirmiert wurden sie in zwei Gruppen. Foto: Jagodzinska

Jülich. Mit der Konfirmation bejahen evangelische Christen nach zweijähriger Vorbereitungszeit das Taufversprechen, das Eltern und Paten stellvertretend für sie abgegeben haben, und werden mündige Gemeindeglieder.

In der Jülicher Christuskirche legten 45 junge Christen, aufgeteilt in zwei Konfirmationsgottesdienste, ihr Glaubensbekenntnis ab, wurden einzeln gesegnet und erhielten ihre Konfirmationsurkunde. Gemeinsam feierten sie am Vorabend einen festlichen Gottesdienst mit den beiden Pfarrern Horst Grothe und Dr. Udo Lenzig, in dem sie zum ersten Mal das Abendmahl empfingen.

Augenzwinkernd wünschte sich Pfarrer Lenzig, dass es sich nicht um ihr „letztes Abendmahl“ handeln möge und unterlegte seine Behauptung mit einem Witz mit einer Prise „Galgenhumor“. Auch wenn die „Ex-Konfirmanden, die das Gemeindebild während ihrer Konfirmationszeit prägen, nach der Konfirmation in der Regel wegbleiben“, wolle er „nicht jammern“, sondern mit ihnen feiern.

Was bringt überhaupt das Abendmahl? Hier deutete der Pfarrer auf die christliche Tischgemeinschaft, bei der die Schranke einzelner „Milieus“ aufgehoben wird, wo „wir vor Gott treten, wie wir sind, wo wir uns Vergebung und Versöhnung zusprechen lassen“. Gospelchor und Piano umrahmten die Feier, in der zunächst Paul Bohlem-Spang getauft wurde. Damit „schöpften“ die evangelischen Christen in einem Gottesdienst beide Sakramente „voll aus“, die ihr wichtig sind. Die Konfirmanden nahmen innerhalb ihrer Gruppe das Abendmahl ein und teilten es an ihre Eltern aus.

„Die Konfirmation ist eine Aktion gegen die Furcht. Junge Menschen stehen ein für ein Vertrauen, das über die derzeitige Situation weit hinausgeht“, predigte Pfarrer Grothe beim Konfirmationsgottesdienst am Sonntag. Er thematisierte die Furcht vor der Finanzkrise, vor gesellschaftlichen Veränderungen, Furcht im Bildungsbereich. Dieser Furcht stellte er den Brief des Apostels Paulus an seinen Weggefährten Timotheus gegenüber, in dem es heißt: „Gott hat uns nicht den Geist der Furcht gegeben, sondern der Kraft der Liebe und der Besonnenheit“.

Als Gedächtnisstütze gab er seinen Konfirmanden mit ihrem Konfirmationsspruch eine Taschenlampe auf den Weg, die an die Gaben Gottes erinnern soll, nämlich Kraft, Liebe und Besonnenheit. „Lasst euer Licht leuchten“, gab er den jungen Christen mit auf den Weg.

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