Jülicher Land - Tariferhöhungen treffen Kommunen im Jülicher Land

Tariferhöhungen treffen Kommunen im Jülicher Land

Von: ahw
Letzte Aktualisierung:

Jülicher Land. Des einen Freud, des anderen Leid: Die Tariferhöhungen im Öffentlichen Dienst mögen die Beschäftigten jubeln lassen, die für die Finanzen zuständigen Stellen in den Rathäusern tun das sicher nicht.

Auf rund 250.000 Euro zusätzlich summiert sich im laufenden Jahr die Zusatzbelastung aufgrund der Tariferhöhungen für die Stadt Jülich, die im Rahmen eines Haushaltssicherungskonzeptes (HSK) wirtschaftet. „Das kann in den Folgejahren nur über Steuererhöhungen aufgefangen werden“, prophezeit Kämmerer Karl-Josef Kohnen.

„Ich gehe davon aus, dass unsere sehr vorsichtige Planung dazu führt, dass wir unser Defizit nur leicht erhöhen müssen“, hatte Jürgen Frantzen, Bürgermeister der Gemeinde Titz, die Erhöhung zu einem großen Teil bereits im Etat berücksichtigt. Wenn man bedenke, was seine Mitarbeiter leisten, sei der Abschluss zu vertreten.

„Der Abschluss ist gut für die Angestellten und wirft uns nicht aus der Bahn“, argumentiert Horst Wassenhoven, stellvertretender Verwaltungsleiter bei der Gemeinde Aldenhoven, ähnlich. Dort war mit einer Erhöhung von 2,3 Prozent kalkuliert worden. Demgegenüber seien gut 30.000 Euro zusätzlich aufzufangen, „die uns nicht so sehr geschockt haben“. Durch unerwartete Abgänge könne, so Wassenhoven, der Betrag durch den Personaletat ausgeglichen werden.

Indens Bürgermeister Ulrich Schuster hat den Mehraufwand für die Gemeinde ebenfalls überschlägig berechnen lassen, nachdem für den Haushalt die Orientierungsdaten des Landes herangezogen wurden, die eine Erhöhung um ein Prozent vorsahen. Der jetzige Tarifabschluss führt 2014 azu 90.000 Euro zusätzlich im Etat, die nicht gedeckt sind. Im kommenden Jahr sind es knapp 100.000 Euro. Gleichwohl sei es gerecht, dass die Leute angemessen entlohnt werden, sagte Schuster: „Das gönne ich jedem Mitarbeiter.“

In Linnich war ebenfalls mit einem Prozent Erhöhung kalkuliert worden, demgegenüber sind es nun rund 110.000 Euro mehr, wie Nicole Hall aus der Personalabteilung im Linnicher rathaus auf Anfrage unserer Zeitung berichtete. Wie die im weiteren Verlauf des HSK aufgefangen werden (müssen), darüber haben letztlich die Kommunalpolitiker zu entscheiden.

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