Talentschuppen des TTC bewährt sich auch in Köln

Von: Jörg Sauer
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An der Seite von Yoshihiro Ozawa im Doppel überzeugt: Lukas Kneier gehört zur Garde der Youngster im Dress des TTC Indeland, der auch beim 1. FC Köln punktete. Foto: Kròl

Jülich. Der TTC Indeland Jülich setzt in der 2. Tischtennis-Bundesliga neue Maßstäbe. Auch wenn die Jülicher nur auf dem zweiten Tabellenplatz rangieren, haben mittlerweile viele Experten die Meinung das diese Indeländer das Stärkste sind, was die Liga zu bieten hat. Der grandiose 6:2-Auswärtssieg am Sonntag beim 1. FC Köln unterstrich dies eindrucksvoll.

Der Einsatz des an der Schulter verletzten Hermann Mühlbach war lange fraglich. Schon Mitte letzter Woche warf TTC-Chef Arnold Beginn den Namen „Lukas Kneier“, ein talentierte Nachwuchsspieler der zweiten Mannschaft, als Mühlbach-Ersatz in die Runde. Als sich Jülichs Nummer 2 Samstagabend auch noch mit Grippe krank meldete, war klar dass Kneier sowohl im Einzel als auch im Doppel an den Start muss.

Und Kneier überzeugte. An der Seite von Yoshihiro Ozawa schlug er das Kölner Spitzendoppel Brosig/Walther überraschend glatt in drei Sätzen. TTC-Cheftrainer Johannes Dimmig war voller Lob: „Lukas hat ein super Match gemacht. Er hat viele gefährliche Bälle gespielt und phasenweise war kein Klassenunterschied sichtbar. Ozawa hat fehlerfrei gespielt und so war der Sieg gegen dieses starke Doppel möglich.“

Szöcs und Pysar hatten gegen Wehking und Wagner allerdings ein bisschen Mühe. Die beiden Jülicher mussten im vierten Satz vier Matchbälle in Folge abwehren. Im letzten Satz siegten Szöcs/Pysar souverän. Zum zweiten Mal hintereinander spielte Yoshihiro Ozawa im oberen Paarkreuz und im Prinzip lautete das Fazit ähnlich wie in der vergangene Woche: Der junge Japaner verfügt über ein enormes Potenzial, das ist natürlich auch der Grund für die Vertragsverlängerung beim TTC, aber um die ganz großen Spieler der Liga zu schlagen fehlt dem jungen Asiaten noch deutlich an Erfahrung.

Ozawa braucht noch Erfahrung

Dies wurde vergangene Woche gegen die chinesische Tischtennis-Eiche Wang Yansheng deutlich und wurde am Sonntag durch die knappe Niederlage gegen den deutschen Topspieler Lennart Wehking unterstrichen. Es war zweifelsohne das beste und dramatischste Einzel des Tages, aber in den entscheidenden Situationen hatte Wehking die Nase vorne.

Kneiers Niederlage gegen Gianluca Walther kam erwartet, aber Pysars Sieg gegen den Kölner Wagner stellte die beruhigende 4:2-Pausenführung her. Das obere Paarkreuz ließ dann auch nichts mehr anbrennen und besiegelte den in dieser Höhe nie zu erwartenden 6:2-Sieg in der Domstadt.

Nach der erneuten Demonstration der Jülicher Stärke und dem 14. Sieg im 17. Saisonspiel meldeten sich viele Experten der deutschen Tischtennis-Szene zu Wort und loben der TTC Jülich in den höchsten Töne. Fast einheitlicher Tenor: Jülichs zweiter Tabellenplatz ist lediglich das Resultat der beiden Niederlagen gegen den TTC Schwalbe Bergneustadt, zu denen die Indeländer jeweils stark ersatzgeschwächt antrat.

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