„Take Four Guitar Quartett“ eröffnet Schlosskonzert-Reihe

Von: hivi
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Freude an der Musik vermittelte das „Take Four Guitar Quartett“ in Jülich. Foto: Wolfgang Emde

Jülich. Die ausverkaufte Premiere der Schlosskonzerte mit dem „Take Four Guitar Quartet“ umfasste ein klassisches Programm, das neben großem Hörvergnügen durchaus heitere Aspekte hatte. Mit Pia Grees, Johan Fostier, Giorgio Albiani und Luc Vander Borght fanden sich Künstler aus diversen Nationen zu einer musikalischen Einheit zusammen.

Bei ihnen war die Freude am Musizieren deutlich spürbar. Der Funke sprang auf das Publikum über, die klassischen Werke wurden in Arrangements von Luc Vander Borght stilsicher mit vier Gitarren interpretiert. Die Auswahl der Werke erfolgte nach der Neigung der Künstler. Wie sehr sie diese Musik lieben und das Publikum an ihrer Freude teilhaben ließen, machte das Konzert zu einem besonderen Erlebnis.

Schon bei den drei Sätzen aus dem Ballett „Gayaneh“ von Aram Chatschaturjan – Tanz der Rosenmädchen, Wiegenlied und Säbeltanz – begeisterte die Virtuosität der Musiker, die Leichtigkeit, mit der sie schwierigste Passagen stil- und klangsicher in Szene setzten.

Heiterer Tanz, in den Stimmen immer wieder ein Aufklingen des Themas, ein inniges Wiegenlied, ein aufwühlender, kriegerischer Säbeltanz zeugten von der Balletttradition und der darin sich widerspiegelnden russischen Seele.

Die Serenade E-Dur op.22 von Antonio Dvorák bekam durch die Besetzung mit den Gitarren eine Leichtigkeit und beschwingten Charme. Überraschend frisch und ungewöhnlich unbeschwert zeigte sich der Komponist Dmitri Schostakowitsch mit der „Jazz-Suite Nr.1“. Bluesiger Foxtrott, Waltz und Polka gaben dem Quartett Gelegenheit, seine Instrumente in Jazzmanier in integrierten Solopassagen und damit ihr spezielles Können vorzuführen. Tanzrhythmen waren das dominierende und spezielle Stilelement.

Berührend war die Interpretation der „Mélodie Hébraique“ des russischen Exilkomponisten Joseph Achron. Jüdische Musik, die in schwermütigen, aber auch dramatischen Passagen die Stimmungen der Seele spiegelt.

Die Armenischen Volkstänze von Komitas Vardapet schwelgten in den folkloristischen Melodien. Wie bei einer Programmmusik lassen sich die Sätze mit Bildern und Eindrücken verbinden.

Einen ganz besonderen Programmteil stellten die Tangos von Astor Piazolla und Unto Mononen dar. Die Leidenschaft des Tangos, seine Ausdrucksstärke und Emotion wurde in der Gitarrenmusik lebendig. Die Musiker des Take Four Guitar Quartets waren Meister an ihren Instrumenten, boten ein besonderes Programm mit Werken, die ihnen besonders am Herzen lagen. Der herzliche Applaus wurde mit zwei Zugaben belohnt.

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