Tagespflege im alten Nordviertel-Supermarkt

Von: ptj
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Weihbischof Dr. Johannes Bündgens segnet Räumlichkeiten, Devotionalien und vor allem die Menschen in der neuen Tagespflege. Foto: Jagodzinska

Jülich. Freude und Stolz waren deutlich spürbar bei der Einweihungs- und Einsegnungsfeier der neuen Tagespflegeeinrichtung St. Georg im Jülicher Nordviertel. Die Senioreneinrichtung mit einer Gesamtwohnfläche von über 300 Quadratmetern ist die neunte Tagespflege der Caritas Düren-Jülich, wie Vorstandssprecher Dirk Hucko bei seiner Begrüßung der vielen Gästen im „kuschelig gefüllten“ Saal unterstrich.

Schon vor 20 Jahren erkannte die Caritas das teilstationäre Angebot der Tagespflege als „Brücke zwischen ambulanter und stationärer Einrichtung“. Die Namenswahl St. Georg habe keinen örtlichen Bezug. Vielmehr sei die Wahl der Mitarbeiter auf den „Patron der Spitäler“ gefallen.

Bürgermeister Axel Fuchs, der die neue Tagespflege im Vorfeld intensiv beworben hatte, zeigte sich begeistert über die „sinnvolle Nachfolgenutzung des profanen Kaiser‘s“. Fuchs lobte die Caritas als „ganz hervorragenden Partner in Jülich“ und präsentierte augenzwinkernd bereits einen Namensvorschlag für eine eventuelle zehnte Tagespflege, nämlich St. Martin. Hintergrund ist die „sehr gute Zusammenarbeit der Caritas mit dem städtischen Bauamt“ und der Namensvorschlag eine Anspielung auf den Baudezernenten und Beigeordneten Martin Schulz.

Caritas-Vorstandsmitglied Marcus Mauel nahm den Faden gerne auf und stellte die „selten erlebte Kooperation“ mit Bürgermeister und Stadtverwaltung, Vermieter und Planungsbüro heraus. Ohne Probleme oder Verzögerungen sei das Projekt in nur sechs Monaten gestemmt worden, wenn auch mit „viel Tränen und Schweiß“.

Mauel bedankt sich herzlich für die beste Zusammenarbeit im christlich-karikativen Sinne. Auf der „Suche von St. Georg zu St. Martin“ griff er auch gerne Fuchs‘ Namensvorschlag auf. „Stellen Sie sich vor, St. Martin sei ein professioneller Mantelteiler gewesen, der Arme besucht und den in Farbe, Form, Größe und Knopfleiste genau konzipierten Mantel geteilt hätte...“, fand er einen Anknüpfungspunkt zwischen Hilfsangeboten vor rund 1700 Jahren und heute.

Für das Pflegeteam um Leiterin Andrea Rudolphi und Fachbereichsleiter Tagespflege Bernhard Volkmer, sprach Organisatorin Ulricke Sievers vom Fachbereich „Wohnen im Alter“: „Zwischendurch haben wir gedacht, wir schaffen es vielleicht doch nicht“, gab sie einen Eindruck von der bewerkstelligten Leitung.

Höhepunkt der Einweihungsfeier war die Segnung der Räumlichkeiten, Devotionalien und vor allem der Menschen durch Weihbischof Dr. Johannes Bündgens. Ihm standen Propst Josef Wolff und der Eschweiler Diakon Martin Schlicht zur Seite, gemeinsam gesungene Lieder umrahmten die Feier.

Als Evangelium hatte der Bischof die Bildrede Jesu „Ich bin der wahre Weinstock“ ausgewählt“.

Bündgens nahm ein Reiterrelief mit dem Schwert schwingenden Heiligen Georg zur Hand und stellte ihn als starken und tapferen Kämpfer „mit dem Bösen“ vor, aber auch als Landmann, der „die Erde pflegt“.

Mit Blick auf die Tagespflege und die vielen Senioren im Saal macht der Bischof Mut. Der Herbst des Lebens sei „nicht das Warten auf den Tod“, sondern „die Zeit der Ernte vieler guter Früchte“ wie Weisheit, Humor oder Rücksichtnahme, die jahrzehntelang gereift sind.

Bezaubernd: „Sound of bells“

Mit bezaubernden Glocken-, Xylophon- und Querflötenklängen bot der Regionale Handglockenchor „Sound of bells“ aus Aldenhoven unter Leitung von Andrea Katzenburg zwischen den Wortbeiträgen einen musikalischen Hochgenuss. Ein sehr angeregter Austausch zu Speis und Trank schloss sich dem offiziellen Teil an.

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