Düsseldorf/Inden - Tagebau Inden: Sondersitzung zum Böschungsrutsch?

Tagebau Inden: Sondersitzung zum Böschungsrutsch?

Von: dpa
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Die Kante im Tagebau Inden brach auf einer Breite von gut 200 Metern ab: 450.000 Kubikmeter Erde sind abgerutscht. Foto: Volker Uerlings

Düsseldorf/Inden. Die Düsseldorfer Landtagsfraktionen von CDU und FDP fordern umfassende Informationen über den Böschungsrutsch im Braunkohletagebau Inden. Dazu haben sie am Freitag eine Sondersitzung des Unterausschusses für Bergbausicherheit beantragt.

Am Vortag war bekannt geworden, dass 450.000 Kubikmeter Erdreich an der „Arbeitsböschung” des Tagebaus Inden bei Jülich abgerutscht waren. Der Bereich lag nach Angaben von RWE Power in einer tektonisch auffälligen Zone.

Die Fraktionen fordern Informationen über das Ausmaß und die Ursachen des Kantenbruchs. RWE Power müsse darlegen, ob zu jeder Zeit die Sicherheit der Mitarbeiter und Anwohner gewährleistet war, stellte der Ausschuss-Vorsitzende Josef Hovenjürgen (CDU) in einer Mitteilung fest. Die nächste Ortschaft Inden-Schophoven liegt etwa ein Kilometer von der Böschung entfernt.

„Dem bergbautreibenden Unternehmen RWE muss klar sein, dass sich das langfristige Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger nur über eine offene, schnelle und möglichst umfassende Information gewährleisten lässt”, sagte Hovenjürgen. RWE Power hatte die Öffentlichkeit über den Zwischenfall nicht sofort informiert.

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