Tag des Apfels: Das Obst wird am besten kühl gelagert

Von: Daniela Mengel-Driefert
Letzte Aktualisierung:
Klaus Flaskamp
Am Montag ist der Tag des Apfels. Der Linnicher Obstbaumwart Klaus Flaskamp gibt Tipps über die Lagerung und den Anbau im Garten. Foto: Mengel-Driefert

Jülicher Land. „An apple a day keeps the doctor away“, besagt ein englisches Sprichwort. Also: ein Apfel pro Tag als Gesundheitsvorsorge. So gesund wie der Apfel ist, so beliebt ist er auch. Auf Initiative der Bundesvereinigung Erzeugerorganisationen Obst und Gemüse wird am Montag der Tag des deutschen Apfels gefeiert. Wir nehmen den Tag zum Anlass, den Linnicher Obstbaumwart Klaus Flaskamp zu besuchen.

Er kennt die verschiedenen Apfelsorten, er weiß, wie die Bäume geschnitten und gepflegt werden müssen, wo welcher Standort der Beste ist und wie die Äpfel verarbeitet werden.

Tafel- oder Wirtschaftsapfel

Zu den heimischen Äpfeln zählt der „Kaiser Wilhelm“, sagt Klaus Flaskamp. Die Sorte hat eine große, majestätische Form, ist ein Tafelapfel, schmeckt süß und von der Hand in den Mund. Anders der Rheinische Bohnapfel. Er gehört zu den Wirtschaftsäpfeln, eignet sich besser zur Verarbeitung. Aus Wirtschaftsäpfeln wird Kompott hergestellt, Trockenobst, Apfelkraut, Saft gepresst oder Schnaps gebrannt.

Eine Variante des Rheinischen Bohnapfels, der Linnicher Bohnapfel, sei kürzlich im Heinsberger Raum wiederentdeckt worden. Nun versucht Flaskamp die Sorte – nachdem sie in Linnich verschwunden war – wieder zu verbreiten. „Wenn sich ein Apfel bewährt hat, dann spricht sich das rum, dann wird der Reiser verteilt“, erklärt der Obstbaumwart. So war es in der Vergangenheit, so wird es heute wieder gemacht.

Obwohl Apfel nicht gleich Apfel ist, es viele Sorten und Geschmacksrichtungen gibt, haben alle eines gemeinsam: Sie lassen sich gut lagern. Der Apfel schmeckt auch lange nach der Ernte noch, einige Sorten entfalten dann erst ihr Aroma. Wer große Mengen kauft, sollte die Äpfel an einem kühlen Ort lagern. „Am besten so kühl wie möglich“, sagt der Experte.

Erntezeit ist von Mitte Juni bis in den Oktober hinein. Unterschieden wird zwischen Sommer,- Herbst- und Winterapfel, zu Letzteren zählt der Kaiser Wilhelm. Weitere Apfelsorten aus der Region sind die gelbe Schafsnase, ein Tafelapfel mit schönem Aroma, das rote Seidenhemdchen, ein kleiner Apfel mit süß-säuerlichem Geschmack und die Sternrenette – der sogenannte Nikolausapfel. Er besticht mit seiner roten Farbe und weißen Punkten.

Neues Interesse am Garten

„Heute haben gerade junge Familien wieder Interesse, Obst im Garten zu halten“, stellt Flaskamp erfreut fest. Er erhalte häufig Anfragen, wird um Tipps gebeten, wie die Bäume geschnitten werden oder wo der richtige Standort ist. Einige Tipps verrät der Obstbaumwart: Wer ein Grundstück besitzt und Obstbäume anpflanzen möchte, kann unter bestimmten Voraussetzungen die Bäume kostenlos vom Landschaftsverband erhalten. Verbilligte Bäume gebe es im Herbst bei der Biologische Station Düren.

Und wer nicht weiß, was er demnächst mit seiner großen Apfelernte anfangen, oder wie er seinen Baum fachgerecht schneiden soll, kann sich ebenfalls von Klaus Flaskamp beraten lassen. Infos unter: www.obstbaumwart-linnich.de oder Telefon 02462/2188.

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