T statt O: Planer verwerfen Kreisverkehr auf der K 12

Von: Otto Jonel
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So sieht es heute aus an der E
So sieht es heute aus an der Einmündung Bahnstraße (K12)/Kirchweg aus. Vom Prinzip her wird sich daran auch nach der Sanierung der Kreisstraße nichts ändern. Der geplante Kreisverkehr ist wegen Gefahrenpotenzials verworfen worden. Foto: Jonel

Linnich. Es war im Grunde schon alles geregelt. Mit dem Ausbau der Kreisstraße 12 (Bahnstraße) in Ederen sollte innerorts ein Kreisverkehr entstehen. Die Planer waren ebenso angetan von der Vorstellung wie eine Bürgerversammlung und der Ausschuss für Umwelt und Stadtentwicklung.

Dessen Mitglieder hatten den geplanten Kreisel zustimmend zur Kenntnis genommen. Das war im Frühjahr 2008. Seit damals hat sich einiges getan.

Das Gravierendste ist eine Änderung der Ausbaupläne. Von der Kreiselidee haben die Planer inzwischen Abstand genommen. Nicht aus Geldmangel, sondern aufgrund ernster Einwände, wie Walter Weinberger, Amtsleiter des Bereichs Kreisentwicklung und Kreisstraßen beim Kreis Düren, dem Linnicher Bauausschuss eröffnete.

Straßenverkehrsamt und Polizei hatten angesichts der Kreiselpläne und der örtlichen Gegebenheiten Bedenken erhoben. Sie hatten, wie Weinberger ausführte, zu einer T-Lösung geraten anstelle des Kreisels geraten. Die Gründe seien nachvollziehbar, wie Planer Dipl.-Ing. Stefan Burtscheidt vom Ingenieurbüro Dr. Jochims & Burtscheidt erklärte.

„Es sollte ein Minikreisverkehr werden, in dem der Innneraum von Lkw überfahren werden darf, nicht aber von Pkw.” Die Problematik bei diesem speziellen Kreisverkehr: Die Mitte des Kreisverkehrs hätte aus Sicht der Kreisstraße „deutlich aus dem Straßenverlauf herausgelegt” werden müssen. Gerade die Benutzer der K 12 hätten einen satten Schwenk machen müssen. „Die Autofahrer folgen nicht diesem Schwenk, sondern fahren auf der Gegenfahrbahn an der Mitte vorbei”, meinte Burtscheidt. Das Gefährdungspotenzial sei dadurch recht hoch.

Die Alternative ist letztendlich das, was man heute schon hat: eine T-Lösung. Die Kirchstraße trifft fast im 90-Grad-Winkel auf die Kreisstraße. Im Gegensatz zur jetzigen Gegebenheit wird der Ausbau der T-Lösung etwas „kleiner dimensioniert” werden, wie Burtscheidt sagte. Erfreulicher Nebeneffekt: Die Bäume, die im Bereich der Straßeneinmündung stehen, bleiben von der Axt verschont. Bei der Kreisverkehr-Variante hätten sie weichen müssen.

Einen Nachteil hat die T-Lösung allerdings. Vom Einmündungsbereich Kirchweg kann man nach rechts blickend die Bahnstraße nur 40 Meter weit einsehen. Nach der Richtlinie für die Anlage von Straßen (RAS) müssten es aber 70 Meter sein. Das sei allerdings nicht so tragisch, meinte der Planer. Wegen der geringen Verkehrsdichte falle dieses Manko nicht besonders ins Gewicht.

Der Linnicher Bauausschuss hatte gegen die T-Lösung keine Einwände und stimmte ihr geschlossen zu. Im Vorfeld hatte der Kreis, wie Weinberger berichtete, bereits mit der Bezirksregierung über die geplante Änderung und Beihaltung der T-Lösung gesprochen. Auch dort war Zustimmung signalisiert worden. „Wir erwarten den Bewilligungsbescheid zum Ende des Jahres”, gab Weeinberger bekannt.

Mit der Umsetzung der Maßnahme rechnet der kreisdürener Amtsleiter freilich erst „im Sommer 2012”. Man müsse halt die Genehmigung des Doppelhaushaltes des Kreises Düren abwarten. Dass die Ausbaupläne noch ins Wanken geraten könnten wie die jüngst die vom Land NRW gestrichenen Straßenbaumaßnahmen, hielt Weinberger für mehr als unwahrscheinlich.
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