Syrische Familie und ihre Katzen halten auf der Flucht zusammen

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Die syrischen Katzen beim Auspacken des Weihnachtspakets mit Futter, das der Verein SAMT für die Tiere gepackt hatte. Foto: Hans Launer

Jülich. In der Weihnachtszeit wird uns allen wieder bewusst, dass Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft von zentraler Bedeutung sind. Im tatkräftigen Miteinander finden wir Kraft und spenden Hoffnung. War das nicht die Weihnachtsbotschaft?

In diesem Licht möchte der Verein „Soziale Arbeit für Mensch und Tier“ (SAMT) hier eine Begebenheit wiedergeben, die den Tierfreunden das Herz erwärmt hat:

Anfang 2015 erreicht der Krieg eine ländliche Kleinstadt in Syrien. Schon seit langem sind die Zeiten hier schwierig, ausreichend Nahrung ist nur schwer zu beschaffen, das drückende Gefühl von lauernder Gefahr ist allgegenwärtig.

Doch jetzt fallen die Bomben auch in dieser abgelegenen Region. Wer der Aggressor ist, kann man nur schwer sagen, aber wen interessiert das schon, wenn das eigene Leben bedroht ist? Jetzt steht die Entscheidung fest: Nur Flucht aus dem geschundenen Land kann die Rettung bringen.

Und so machen sich Vater, Mutter und drei Kinder auf den beschwerlichen Weg nach Europa. Doch sie gehen nicht allein, denn ihre Familie hat noch mehr Mitglieder. Ist es wirklich eine Option, die geliebten Katzen zurückzulassen? Nein! Niemals!

Auf dem langen und harten Weg in die Türkei hat die Familie ihre Katze und ihren Kater immer bei sich. Dort endlich bei Verwandten angekommen, dauerte es bis zur Weiterreise ein halbes Jahr. In dieser für die Familie sehr harten Zeit gaben die Tiere in so mancher Nacht Trost. Zudem hatte sich bei den Katzen Nachwuchs angesagt: Mit einiger Mühe gelang es sogar, den ersten Wurf zu verteilen.

Nach einer insgesamt fast einjährigen Flucht ist die Familie inzwischen endlich in Sicherheit und lebt mitsamt ihren Tieren im Dürener Nordkreis. Vor der endgültigen Weiterreise nach Deutschland ist extra für alle Tiere für Impfungen und den Chip gesorgt worden, damit die Tiere überhaupt einreisen durften.

Es sind mittlerweile wieder ein paar Tiere mehr, da Katze und Kater zwischendurch für weiteren Nachwuchs gesorgt haben. Bis auf eine Jungkatze sind von diesem Wurf fünf Katzen durch die Mithilfe von SAMT vermittelt worden. Der verbliebene kleine Kater ist der Familie so ans Herz gewachsen, dass sie das Tier behalten wollen. Um weiteren Nachwuchs zu verhindern, hat der Verein dafür gesorgt, das Kater und Katze inzwischen kastriert worden sind.

SAMT mit der Vorsitzenden Irene Launer-Hill freut sich mit der Flüchtlingsfamilie und will sie in ihrem „neuen Leben“ weiterhin begleiten und wenn nötig unterstützen, denn auch in ihrer höchster Not haben diese Menschen nicht vergessen, dass alle Lebewesen der Liebe und der Hilfe bedürfen.

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