„SylnDan” bringen Stimmung nach Kofferen

Von: bw
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Die Gruppe „Syl´n´Dan” wusste das Publikum mit ihrem bunten Repertoire aus zahlreichen Musikstilen zu begeistern. Foto: Wickmann

Kofferen. Eine musikalische Weltreise der besonderen Artn hat in Kofferen die Gruppe „SylnDan” geboten. Die Band vermischt zahlreiche musikalische Einflüsse zu einem völlig neuen Hörerlebnis. Das belgisch-deutsche Duo Sylvia Noel und Daniel Wiegand hat vor zwei Jahren gemeinsam mit Bassist Werner Fink und Drummer Andreas Wohlfahrt die Band gegründet.

Ziel ist - laut eigener Aussage - den Zuhörer in eine Klangwelt zu entführen, in der er sich wohl fühlt. Viele Lieder sind tanzbar, laden aber auch zum Mitsingen oder nur zum Träumen ein.

„Wir verstehen unsere Musik als Form, unsere Eindrücke aus dem Leben zu verarbeiten und so dem Publikum eine Geschichte zu erzählen”, berichtet Frontmann und Songwriter Wiegand. Die Inspirationen sind vielfältiger Art: So führte beispielsweise ein unheimlicher Nachtmarsch zum Schlafquartier während einer Neuseelandreise zur Entstehung des Songs „The old House”, in dem deutlich davor gewarnt wird, besagtes Gemäuer bei Nacht zu betreten, da dies sehr unangenehme Folgen haben kann.

Das Land, in dem es mehr Schafe als Einwohner gibt, und in dem der Beruf des Schäfers ein sehr häufiger Job ist, gab auch die Inspiration für den Song „Shepherds Call”.

Aber der Hörer findet im Repertoire von „SylnDan” auch schmunzelnde Erlebnisse aus seinem eigenen Leben wieder. In „Just like Sunday” wird an den alltäglichen Horror des frühen Aufstehens erinnert und wie schön es doch ist, zumindest sonntags von dieser Last befreit zu sein.

Musikalisch sind Einflüsse aus den Bereichen Folk, Chanson, Soul, Jazz und Rock zu hören. Schlagzeuger Wohlfahrt spielt in einigen Songs auch auf indischen Tabla-Trommeln. Wiegand ist für den Background-Gesang und die Gitarre zuständig, während Sängerin Noel auch den Part der Querflöte übernimmt.

„Uns ist wichtig, unser eigenes Ding zu machen und nicht nur einfach bekannte Stücke anderer Bands nachzuspielen” berichtet Bassist Fink. Da auch keltische Melodien oder Rhythmen der südamerikanischen Latin-Musik vertreten sind, lässt sich die Stil der Gruppe auch in keine Schublade stecken.

Die Stücke wurden größtenteils von Wiegand geschrieben und von der Gruppe im eigenen Proberaum eingespielt, wobei jeder seine eigenen Ideen mit einbringt. Erst wenn alle einverstanden sind und sich das Ergebnis „rund” anhört, wird es ins Repertoire aufgenommen.

Beim Konzert in Kofferen wurde auch das Publikum vom ersten Song an aktiv in das Geschehen mit einbezogen und ließ sich von den eingängigen Melodien mitreißen. Das Vorhaben der Gruppe, „Stimmung nach Kofferen zu bringen”, wurde sofort erfüllt.

Besonderen Anklang fand neben „The Dance” der von Noel geschriebene Song „Coeur qui cherche”, der als einziger auf der neuen CD in Französisch verfasst wurde.

Natürlich kamen die vier Vollzeitmusiker nicht ohne Zugabe von der Bühne. Aufgrund der gemütlichen Atmosphäre, die von allen gelobt wurde, werden sie nicht das letzte Mal in Kofferen gewesen sein.
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