Supermarkt auf Jülicher Walramplatz wird konkreter

Von: Volker Uerlings
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Der Walramplatz heute im Frühjahr-/Sommer-Gewand: Auf dem Parkplatz soll ein Neubau mit großem Supermarkt entstehen. Die Politik hat nun den Arbeitsauftrag erteilt. Foto: Uerlings

Jülich. Auf dem Walramplatz unmittelbar vor dem Hexenturm und dem Kulturhaus in Jülich soll in absehbarer Zeit ein großer neuer Supermarkt gebaut werden. Das ist die Auffassung einer großen Mehrheit der Jülicher Kommunalpolitik.

Der Ausschuss für Kultur, Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing beauftragte am Donnerstag die Verwaltung, mit drei (von sechs) Investoren Gespräche und Verhandlungen zu führen. Diese Meinung teilen zahlreiche Leser unserer Umfrage „Was bewegt Sie in Jülich?“.

Auf die Frage, welche Projekte „in Ihrem Heimatort unbedingt realisiert werden“ sollten, landete die Schaffung einer neuen Einkaufsmöglichkeit auf dem Walramplatz auf dem zweiten Platz mit fast 100 Nennungen (bei drei Ablehnungen). Deutlich häufiger gewünscht wurde nur das Gewerbegebiet auf der Merscher Höhe. Insgesamt haben aus allen Kommunen des Jülicher Landes über 600 Leser(-innen) teilgenommen.

Die Nennung dieser beiden Projekte war von uns nicht vorgegeben, sondern erfolgte aus freien Stücken der Leserschaft – wie auch beim drittplatzierten Favoriten, dem „kleinen Kreishaus“ am Markt.

Auf dem Walramplatz sind die drei Investoren, mit denen konkrete Grundstücksverhandlungen erfolgen sollen, ausgemacht: das sind die Verantwortlichen des „Hit“- und des Rewe-Richrath-Projektes sowie der Jülicher Helmut Jagdfeld für die Deutschen Verwaltungsgesellschaft für Immobilien (DVI) Düren. Den meisten Ausschussmitgliedern wäre eine Mischung lieb: also ein großer Supermarkt im Erdgeschoss, aber in der Optik des Jagdfeld-Vorschlags, das wohl über alle Parteigrenzen hinweg städtebaulich den größten Anklang gefunden hat, weil es kein monotoner Zweckbau ist.

Jagdfeld und DVI wiederum hatten im Erdgeschoss mehrere mittelgroße Läden vorgeschlagen, was die Kommunalpolitiker aber nicht für zielführend halten. Kurzum: Erwünscht ist ein großer Supermarkt in einem schicken Haus – samt Parkmöglichkeiten auf der zweiten und/oder dritten Ebene. Ausschussvorsitzender Peter Capellmann: „Jagdfeld muss seine Planung überdenken, denn der Grundversorger ist für die CDU ein wichtiges Entscheidungskriterium.“ Heinz Frey hieb für die Jül in die selbe Kerbe: „Wenn Kaufkraft nach Jülich geholt werden soll, geht das nur mit einem großen Anbieter.“

Die Verwaltung soll nun in die Verhandlungen einsteigen. Diesen Auftrag nahm Beigeordneter Martin Schulz aus der Sitzung mit. Idealerweise soll das über die Sommerferien geschehen, damit die politischen Gremien danach die Ergebnisse bewerten können.

Natürlich geht es auch um einen ordentlichen Verkaufserlös für die Stadt. Vertreter aller Fraktionen verdeutlichten aber, dass ihnen neben dem Erlös und der Schaffung eines verbesserten Einkaufsangebotes in Jülich auch die städtebauliche Gestaltung wichtig sind. Harald Garding (SPD): „Das sollte ja zum Umfeld passen.“

Die freie Sicht auf den Hexenturm hatten alle Investoren ohnehin in den Plänen berücksichtigt.

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