Summerdance-Special: Ein Knicks, wenn der „Ausrufer“ es vorgibt

Von: ptj
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Zu den Ansagen des professionellen „Callers“ Nils Trottmann tanzen jeweils vier Tanzpaare mit viel Spaß im Quadrat zu schwungvoller Musik. Foto: Jagodzinska
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Jülich. „Circle the square, curtsy and bow. Show your partner you know how. First couple go left, next couple go right...“ (Kreist durch das Quadrat, Knicks und Verbeugung. Zeigt euren Partner, ihr wisst wie. Das erste Paar geht links, das nächste Paar geht rechts...). So in etwa lauteten die traditionell in Englisch ausgerufenen „Calls“ (Ansagen) im Sprechgesang des professionellen Callers Nils Trottmann, den die „Lucky Dukes“ für ihr fünftes „Lucky Summer Dance“-Special im Brückenkopf-Park engagiert hatten.

Trottmann wechselte mit seinem Gesang bekannter Lieder auch über zum „Singing Call“. Ihm zur Seite stand Club-Caller Oliver Bücker.

Rund 100 Square Dancers aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden fanden sich bei wechselhafter Witterung ganztägig unter der Zeltmuschel im Stadtgarten des Brückenkopfparks ein, bei schönem Sommerwetter wären es weit mehr gewesen. Die Stimmung der Damen und Herren aller Altersklassen war bestens, Paare, Singles und Familien kamen voll auf ihre Kosten. Es geht eben darum „Spaß zu haben und neue Freunde kennen zu lernen“.

Western-gestylt

Viele Mädchen und Frauen traten in den typisch weit schwingenden Petticoats auf die Tanzfläche, andere in engen Jeans mit Fransenweste. Die Herren trugen zumeist Jeans, viele dazu ein (Western) Hemd mit Krawatte und Weste. Getanzt wurde im „Mainstream“, dem weltweit normierten Basisprogramm der Square Dancer, das rund 70 Figuren umfasst, und im nächsten Level „Plus“ mit rund 25 Figuren mehr.

„Man lernt ungefähr ein Jahr lang Mainstream“, erklärte Trottmann, der seine Choreografie als „Reaktionsspiel“ aufgebaut hat. Will heißen, er sagt die Figuren an, die Tänzer, aufgeteilt in Gruppen aus jeweils vier Paaren im Quadrat, führen sie aus. Die Kunst des Callers liegt in der Verknüpfung der Figuren, so dass ein harmonischer Ablauf entsteht. Läuft in einer Tanzgruppe etwas schief, bleiben die Dancer stehen und es ist Trottmanns Aufgabe, sie in seinen nächsten Ansagen wieder in die Gesamt-Choreografie zu integrieren.

Auf das Level „Plus“ folgen die Kategorien A1 und A2, dann C1 bis C3, die allerdings „in Deutschland kaum noch jemand tanzt“. Trottmann tanzt im Level C1 und ist seit 15 Jahren Caller. Die Specials sind so ausgerichtet, dass die breite Masse mittanzen kann.

„Square Dance macht immer Spaß bei jedem Wetter“, sagt „Treasurer“ (Schatzmeisterin) Iris Wölk aus Merzenich, die „schon im Schnee getanzt“ hat. Für sie persönlich reicht das Level „Mainstream“ völlig aus, bei „Plus“ macht sie eine Tanzpause. Wölk tanzt im siebten Jahr im Quadrat und nimmt an vier bis fünf Specials im Jahr teil. „Man kann auch jedes Wochenende zu einem Special fahren.“

Seine Verbundenheit zu Jülich demonstrierte der älteste Tanzclub der Herzogstadt auf seinem „Badge“ (Club-Abzeichen) im traditionellen Doppelquadrat. Hier sind die drei Wahrzeichen Jülichs zu sehen: Die Silhouette des Brückenkopf-Parks, die Zitadelle als eines der beiden Square Dance Quadrate und der Hexenturm.

Auf das frühabendliche Summer-Fun-Dance im „Mainstream“-Style folgte die stimmungsvolle Afterparty im Brückenkopfpark.

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