Jülich - Stühlerücken bei der Polizei: Abteilung „Fortbildung“ zieht um

Stühlerücken bei der Polizei: Abteilung „Fortbildung“ zieht um

Von: Antonius Wolters
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Polizeibeamte aus Düren sind nach Jülich gewechselt: Nachdem der räumliche Zuschnitt der Kreispolizeibehörde Düren geändert worden ist, wird die Wache in Jülich wieder „vollumfänglich genutzt“. Foto: Wolters
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Wolfgang Spelthahn, der als Landrat gleichzeitig Leiter der Kreispolizei ist, informierte über das Stühlerücken in seiner Behörde. Foto: Wolters

Jülich. Wenn sich die Vorstellungen von Landrat Wolfgang Spelthahn durchgesetzt hätten, dann wäre die Jülicher Polizeiwache längst nicht mehr an der Neusser Straße zu finden. Dem Leiter der Kreispolizeibehörde schwebte der Umzug in ein zentrales Dienstleistungsgebäude vor, in dem auch die Stadtverwaltung und weitere Behörden untergebracht wären.

Diese ambitionierten Pläne in und für die Herzogstadt sind längst zu Grabe getragen worden, nicht zuletzt wegen der prekären finanziellen Situation, in der sich die historische Festungs- und moderne Forschungsstadt befindet.

Auch der Landrat hatte diese Realitäten zur Kenntnis genommen und Mitte vergangenen Jahres mit den Spitzen der Kreispolizei eine andere Lösung überlegt, um die polizeilich genutzte Immobilie besser auszulasten, in der zuletzt knapp unter 100 Beamte Dienst taten – Tendenz fallend.

Spätestens, als der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB) wegen der Unterbringung der benachbarten Lehrerausbildung oder anderer „Untermieter“ im Jülicher Dienstgebäude anklopfte, sah die Polizeiführung die Zeit zum Handeln gekommen.

Expansionspläne aufgegeben

„Wir haben neu justiert“, umschreibt Spelthahn das Ergebnis der Überlegungen, die Zug um Zug umgesetzt worden sind. So wurden die ursprünglich gehegten Expansionspläne in Düren aufgegeben, wo die Ordnungshüter das Polizeipräsidium bis zur Halskrause belegt haben. Statt dessen wird die Auslastung nun gleichmässig auf die Standorte Düren und Jülich verteilt. „Eine gute Lösung“, findet der Landrat.

Erreicht wird das Ziel dadurch, dass die Abteilung „Fortbildung“ von der Kreis- in die Ex-Kreisstadt umgezogen ist, wo die Polizeiwache inzwischen mit 115 Beamten wieder „vollumfänglich genutzt wird“, wie der Behördenleiter ergänzt. Zudem schloss die Behörde einen neuen, langfristigen Mietvertrag mit dem BLB ab.

„Die Herausforderungen und die Einsatzmittel ändern sich“, beschreibt Wolfgang Spelthahn die Bedeutung, die bei der Polizei das Thema Weiterbildung genießt. So werden regelmäßig Kollegen aus anderen Polizeidienststellen nach Jülich kommen, um hier in Tages-, Halbtags- oder Wochenseminaren interne Fortbildungen zu absolvieren.

Schießtraining in Linnich

Als günstig wird auch die Nähe zu Linnich angesehen, wo traditionell das Schießtraining erfolgt, das in der dortigen Anlage, so der Landrat, „auf absehbare Zeit gesichert ist“. Insgesamt sei es durch die Umnutzung der räumlichen Ressourcen gelungen, „den Standort Jülich aufzuwerten“, spricht Spelthahn von einer „guten Lösung“.

Die Kreispolizeibehörde hat sich nicht allein räumlich einen neuen Zuschnitt gegeben, es gibt auch personelle Veränderungen mit neuen Bezirksbeamten, die noch vorgestellt werden sollen. Aber das ist wieder eine ganz neue Geschichte . . .

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