Studieren und Verdienen beim Finanzamt

Von: Simone Dolfus
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Sie haben ihre Ausbildung beim
Sie haben ihre Ausbildung beim Finanzamt Jülich mit parallelem Studium an der FH Nordkirchen begonnen: Lisa Mainz (v.l.), Nicole Bugla, Pascal Paulzen, Tobias Pinell und Sabrina Handke. Foto: Dolfus

Jülich. „Finanzbeamter” klingt für viele junge Leute nicht gerade nach Traumberuf. Jedenfalls gehen nur wenige Bewerbungen für die dreijährige Ausbildung im gehobenen Dienst mit parallelem Studium zum Diplom-Finanzwirt an der FH Nordkirchen beim Finanzamt Jülich ein.

Besonders schade finden Manfred Paulus und Christiane Matzerath, im Finanzamt an der Wilhelmstraße zuständig für die Ausbildung, dass sich insbesondere kaum Bewerber aus dem Jülicher Land melden. „Wir haben hier mit MGJ, Zitadelle und Overbach auch nur drei Gymnasien”, weiß Manfred Paulus um das Problem.

Die meisten Gymnasiasten ziehe es nach dem Abitur an die Hochschulen und auch attraktive Ausbildungsstellen in Mittel- und Oberzentren wie Düren, Aachen, Mönchengladbach, Köln und Düsseldorf sind über die gute Autobahnanbindung leicht zu erreichen.

Dass es auch eine attraktive Ausbildungsmöglichkeit direkt vor der Haustür gibt, wissen viele schlichtweg nicht. Denn das Jülicher Amt hat nicht die Mittel, offensiv Werbung zu betreiben. Zwar verteile man fleißig Flyer an den Schulen und spreche auch persönlich junge Leute an, aber das gehe bei den vielfältigen Aktionen anderer Ausbildungswettbewerber beinahe unter.

Dabei hat das Finanzamt Jülich durchaus Attraktives zu bieten: Studieren und Verdienen. Die Ausbildungsvergütung beträgt 977,20 Euro monatlich, beim FH-Studium in Nordkirchen ist man in einem „wunderbaren Wasserschloss, fast wie Versailles” untergebracht. Paulus: „Das ist eine tolle Unterbringung, es gibt gutes Essen und hervorragende Sportmöglichkeiten.”

Und nach erfolgreichem Abschluss werden die „Finanzanwärter” in der Regel übernommen. „Wir sind sehr modern aufgestellt, bieten einen gerade in der heutigen Zeit sicheren und familienfreundlichen Arbeitsplatz”, so Manfred Paulus. Und der kann sich sehr abwechslungsreich gestalten: Ob Sachbearbeiter im Innendienst, im Veranlagungsbereich für Einkommen- oder Körperschaftssteuer, in der Rechtsbehelfsstelle, der Erhebungsstelle, als Betriebsprüfer oder Steuerfahnder - das Spektrum an Einsatz- und Aufstiegsmöglichkeiten ist breit gefächert.

Voraussetzung für den Einstieg beim Finanzamt, den im September Nicole Bugla und Tobias Pinell (beide Aldenhoven), Pascal Paulzen (Linnich), Lisa Mainz (Inden) und Sabrina Handke (Grevenbroich) gewagt haben, ist das Abitur oder die Fachhochschulreife. Dabei kommt es auf gute Noten in Hauptfächern wie Mathematik und Deutsch an.

Das Online-Bewerbungsverfahren für 2012 hat bereits begonnen.

In Jülich stehen Christiane Matzerath (Telefon 02461/ 685-2340) und Manfred Paulus (02461/685-2317) als Ansprechpartner zur Verfügung.
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