Studienreise auf den Spuren von Hermann Hesse

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Jülich. Er hat Deutschland beliebtestes Gedicht geschrieben: Hermann Hesse mit seinen „Stufen”. Dieses Jahr gibt Anlass, sich noch einmal mit dem Dichter zu beschäftigen, der vor 50 Jahren im reifen Alter starb.

Sich mit seinen Romanen, seiner Lyrik, seinen zahllosen Stellungnahmen und Briefen auseinanderzusetzen. Hesse verstand es vom Leben zu schreiben und gab vielen Leserinnen und Lesern literarische Lebenshilfe. Es gab Zeiten, in denen er sehr anerkannt war, und Zeiten, da ihn die Literaturkritik zerriss. Heute erhält er wieder Aufmerksamkeit.Die Evangelische Erwachsenenbildung des Kirchenkreises Jülich bietet vom 8. bis zum 16. August eine Studienreise auf seinen Spuren an. Wer sich auf seinen Spuren begibt, sieht bald, dass Hesse wusste, welche Landschaften schön und stärkend waren. Stets achtete er darauf, dass der landschaftliche Raum, den er zum Leben und Wohnen wählte, einen guten Einfluss auf seine Sinne hatte, ob in finanziell guten oder schlechten Zeiten. Von daher führt diese Reise zu außerordentlich schönen europäischen Landschafts- und Kulturräumen.

Die Studienreise beginnt in Maulbronn und führt von dort nach Calw. Orte der Kindheit und Jugend. Sinnliches Erspüren der Natur und seiner Zauberwelt gehen einher mit kulturell-religiösen Prägungen, die ihn bald in eine erste Krise stürzen sollten.

Von Calw geht es nach Gaienhofen am Bodensee. Hier lebte er mit seiner Familie in romantischer Idylle, die ihre Licht- und Schattenseite hat. Basel und Bern gehören zu den nächsten Orten, die besucht werden. In Basel lebte er als Kind und später als junger Mann. Das Kunstmuseum und Münster waren ihm Orte der Inspiration und Kraft und gehören zu den Zielen dieser Studienreise. Bern war der Lebensort der Familie im 1. Weltkrieg und wurde schließlich Ort der großen Krise. Für die Stuienreisenden ist Bern natürlich UNESCO-Weltkulturerbe mit dem Paul Klee-Musuem.

In Hesses Berner Zeit entstand der Roman „Roßhalde”, der schon auf einen Wandel hinweist. In der Tiefe der Krise dann die Entscheidung zu einem radikalen Neubeginn. Der Wechsel führte ihn nach Montagnola im Tessin. Die Erzählung „Klingsors letzter Sommer” zeigt den sich wandelnden, schälenden Hesse - bis hin zum „Steppenwolf”. Der Tessin atmet Sonne und Italien, für den damaligen Hesse und für den Besuchenden heute.

Die Studienreise führt schließlich zu einem besonderen Höhepunkt: nach Sils-Maria in den Oberengadin.

Die Studienreise wird begleitet von Elke Bennetreu, Leiterin der Ev. Erwachsenenbildung. Je nach Teilnehmergröße betragen die Kosten 1110 bis 1180 Euro inklusive Hotelunterkünfte mit HP, Busfahrt, Führungen und Eintritte. Auskunft und ein detailliertes Programm gibt es bei der Evangelischen Erwachsenenbildung unter 02461-99 660 bzw. unter eeb@kkrjuelich.de
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