Straßengemeinschaft „Kümmerer“ weiter mit altem Vositz

Von: ptj
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Der neu gewählte Vorstand der Straßengemeinschaft Kleine Rurstraße/Grünstraße um ihren Vorsitzender Ulrich Backhausen (3.v.l.). Foto: Jagodzinska

Jülich. „Wir sind eine ganz schön erfolgreiche Straßengemeinschaft.“ So brachte Josef Nobis die Situation der „Kümmerer“ auf den Punkt, die insgesamt 49 Mitglieder zählt, darunter 22 Geschäfte, der Rest besteht aus Privatleuten. Die beiden neuen Geschäftsinhaber, ein Bodenbelags- und ein Weinhändler, ließen sich sogleich als Neumitglieder werben.

Keine Überraschung brachten die turnusmäßigen Neuwahlen in der Straßengemeinschaft Kleine Rurstraße/Grünstraße im Rahmen der Jahreshauptversammlung im „Café Pasqualini“. Jeweils einstimmig wurden Vorsitzender Ulrich Backhausen und Kassierer Josef Nobis wiedergewählt, ebenso die Beisitzer Marlies Wittek und Christian Halbeisen.

Lang war die Liste der Jahresaktivitäten 2014. Die rührige Gemeinschaft reinigte unter vielem anderen Brunnen und Straßen, entfernte Unkraut. Sie kaufte und montierte neue Edelstahl-Brunnenabdeckungen, inklusive der selbst entworfenen und gebauten Unterkonstruktion. Pflanzbeete wurden überarbeitet und üppig bepflanzt.

Neu war die Aufstellung eines Maibaums, verbunden mit einem „schönen geselligen Abend“ am 30. April. Erstmals profitierte die Grünstraße von der neuen Weihnachtsbeleuchtung der Stadtwerke in der Grünstraße, die eigene wurde überarbeitet. Die Krippe am Grünen Haus erhielt neue Türen und eine Seitenwand, zwei neue Verkaufsbuden wurden angeschafft, der große Tannenbaum erwies sich als „absoluter Hingucker“.

Für die problemhafte Hexenturmbeleuchtung ist nunmehr eine Lösung mit den Stadtwerken und der Lichtgalerie Schaafhausen in Sicht. Probebeleuchtungen mit LED-Technik wurden mehrfach gefahren, die Stadt Jülich hat einen Geldbetrag zur Verfügung gestellt.

Bedauernswert ist aber die Tatsache, dass nach Abstimmung der Versammlung die gestifteten und liebevoll bepflanzten Blumenkästen entfernt werden. Zu oft wurden Blumen rausgerissen, die Kästen getreten oder von Autos gerammt. Beschwerden gab es auch über die Nutzung des Bachlaufs als Aschenbecher oder Hundeklo.

Trotz der ausgesetzten Belohnung von 500 Euro wurden die Krippenbeschmierer nicht gefunden, das Verfahren eingestellt.

Die „Kümmerer“ beteiligen sich diesmal nicht am Stadtfest, bleiben aber beim Erntedankfest dabei. Mehrfach betont wurde die „Belastung des Organisationsteams, das an seine Grenzen stößt“. Die Vorbereitungen für das stets erfolgreiche Ostereier-Suchspiel laufen. Geplantes Motiv für die beliebte Sammeltasse sind Jülicher Stadttore.

Was das Fortbestehen der „Fischgaststätte Bremerhaven“ nach krankheitsbedingter Kündigung von Rainer Peters betrifft, gibt sich Hauseigentümerin Birgit Schwitalla optimistisch. Der ideale Partner sei gefunden, aber er „rechnet noch...“. Bleiben soll in jedem Fall das „Alleinstellungsmerkmal Backfisch“.

Wegen geplanter Arbeiten an einem meldungspflichtigen Kanalbruch im April muss ein Stück Straße wenige Tage gesperrt werden.

Rudi Venrath aus Linnich, der sich um die Beschickung passender Händler zum Erntedankfest kümmert, monierte, die Zufahrt zum Hexenturm sei gefährlich und die Händler würden teils von Anwohnern beschimpft. Backhausen versicherte den Aufbau der Absperrung.

Seit etwa 15 Jahren kaufen die Anlieger zu diesem Anlass die Straße „frei“, um ihre eigenen Beschicker für die Dauer des Festes ansiedeln zu können. Umso bedauerlicher, dass einige unter ihnen für zwei Tage nicht außerhalb des Stadttores zu parken bereit sind.

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