Straßenbau und Sicherheit Thema beim runden Tisch

Von: ptj
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Jülich. „Wie können wir perspektivisch Zug um Zug unser Gemeinwesen gestalten? Menschen werden älter. Wenn sie aber aufhören sich zu bewegen, bildet sich die Bewegungsfähigkeit zurück.“ So brachte die Quartiersentwicklerin der Stadt Jülich, Beatrix Lenzen, das Thema des zweiten Runden Tisches im Rahmen des Projektes „Wir im Nordviertel“ auf den Punkt.

Nach der Themensammlung zum „Altengerechten Nordviertel“ im Januar berieten sich rund 20 Akteure und interessierte Bewohner im Stadtteilzentrum Nord zum zweiten Mal zu diesem Thema. Die städtische Praktikantin Sevdije Haxha stand Lenzen zur Seite. Letztere hatte sich wiederum im Vorfeld mit Ortsvorsteher Peter Schmitz ausgetauscht.

Neben den bereits Erwähnten waren als Unterstützer der altengerechten Quartiersbildung Dezernentin Doris Vogel, Martin Jungmann von der Stadtentwicklungsgesellschaft, Clemens Schüssler von der Rheinbau GmbH, Ruth Tavernier- Schwab, Marlies Keil und Heribert Braun vom Seniorenbeirat, Caritas-Gemeindesozialarbeiterin Sylvia Karger-Kämmerling, Birgit Rose für die Kirchengemeinde und Vermieterin Otti Schöngens anwesend.

Man traf sich zum „Brainstorming“ für die anstehende Quartiersbegehung, um mit „geschärftem Blick“ das rund 54 Hektar große Nordviertel unter dem Aspekt notwendiger Verbesserungen zu inspizieren.

Dabei handelte es sich zunächst um ein „Wunschkonzert“. Die Realisierung soll „zweite Baustelle“ werden. „Wir haben eine schwierige Haushaltslage, aber wir sind es gewohnt, damit auch kreativ umzugehen“, kommentierte Lenzen den Punkt Finanzen.

In zwei Stunden erarbeitete der Runde Tisch folgende Eckpunkte: Es fehlen Ruhebänke in den „ganz wichtigen Achsen“ Nordstraße, Berliner und Linnicher Straße und in der Röntgenstraße. Gerne gesehen wären sie an allen Bürgerbushaltestellen im Nordviertel. Wie die Bewohner bestätigten, werden vorhandene Bänke auch genutzt. Ferner mangelt es an Papierkörben beziehungsweise Abfallsammlern.

Zum Unterpunkt Sicherheit stellte man fest, der Bolzplatz sei nicht gut einsehbar, die Beleuchtung in der Kurfürstenstraße unzureichend.

Geh- und sehbehindertengerecht

Viel diskutiert wurde zum Thema Straßenbau. Erforderlich sei ein „konsequent geh- und sehbehindertengerechter Umbau an neuralgischen Punkten“, sprich rollstuhlgerechte Bordsteinabsenkung und Noppensteine für Sehbehinderte sowie Handläufe an den Treppchen an der Ladenzeile. Zu starke Bürgersteigneigungen gelte es zu ebenfalls korrigieren.

Der gepflasterte Zugang zur Zitadelle sei für den Rollator nur mit Schwierigkeiten zu bewältigen. Da der Denkmalschutz keine dauerhafte Änderung zulässt, wurde eine „kurzfristige Lösung“ vorgeschlagen, nämlich vor Veranstaltungen in der Zitadelle den Nordeingang mit geeigneten Gummimatten auszulegen.

Peter Schmitz hatte eine „nette Gestaltungsidee“, nämlich dem Nordviertel mit der Pflanzung von jeweils drei Bäumen an jeder Kreuzung „ein besonderes Gesicht“ zu geben. Apropos Bäume: Wegen zunehmender Wetterphänomene schlug Lenzen „kleine Schattenspender“ an den Ruhebänken vor.

Für viel Diskussion sorgte ihre Anregung zu „einem netten kleinen Platz“, an dem sich die Bewohner des Viertels generationsübergreifend zum Boule oder Schachspielen treffen können. „Ja, eigentlich brauchen wir so einen Platz.“ Aber die Angst vor häufiger beobachteten „aggressiven Männergruppen, die den Platz übernehmen“, war groß.

Interessenkonflikte wurden ausgemacht, ein Beispiel ist der Bolzplatz, dessen Benutzer von den benachbarten Gartennutzern rechtswidrig vertrieben werden. Mit dem Satz: „Sind wir nicht ein kleines bisschen schuld an dieser Entwicklung“, brachte Karin Zoubeck einen Themen übergeifenden Austausch ins Rollen. Man fasste ins Auge, Polizei und Ordnungsamt zu informieren und Kontakt zur Streetworkerin aufzunehmen.

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