Jülich - STOP Westcastor: Jülicher Zwischenlager gefordert

STOP Westcastor: Jülicher Zwischenlager gefordert

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Jülich. Mitglieder von STOP Westcastor haben jetzt getroffen, um neben organisatorischen Fragen das weitere Vorgehen des Aktionsbündnisses zu beraten.

Ein wesentlicher Punkt des Treffens war die Klärung von Personalfragen.

Als Sprecherin und Sprecher bestätigt wurden die Jülicherin Marita Boslar von attac sowie nach überstandener schwerer Krankheit der Mitbegründer von STOP Westcastor, Siegfried Faust, der sich im Frühjahr aus gesundheitlichen Gründen vorübergehend von der politischen Bühne zurückgezogen hatte.

So wurde unter anderem die Verlagerung der Verantwortung für die atomaren Hinterlassenschaften der Jülicher Atomforschung durch Gründung einer „Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen mbH“ einvernehmlich als weiterer Versuch gewertet, von der Verantwortung für das Scheitern aller bisherigen Entsorgungspläne der Hinterlassenschaften des AVR – Versuchsreaktors abzulenken.

STOP Westcastor verlangt im Schulterschluss mit anderen Initiativen, dass endlich damit begonnen wird, für den Standort Jülich ein den Anforderungen entsprechendes Zwischenlager zu konzipieren, statt der Öffentlichkeit immer neue abenteuerliche Transportabsichten zu präsentieren.

Um diese Forderung zu unterstreichen, soll am 24. Oktober in der Jülicher Innenstadt mit der Aktion „Wir bauen ein Zwischenlager“, die gemeinsam vom „Bündnis gegen Castortransporte“ und STOP Westcastor getragen wird, ein klares Zeichen gesetzt werden.

Perspektivisch wird sich STOP Westcastor künftig neben der Problematik der AVR Brennelemente auch mit der Sicherheit des AVR- Reaktorbehälter-Zwischenlagers, wie etwa der unerwarteten Gasbildung im Reaktorbehälter, der Sanierung des ehemaligen Reaktorstandortes sowie der grundsätzlichen Nuklearforschung des FZJ auseinandersetzen.

Schwerpunkt der Aufgabenstellung bleibt die Bewertung und der weitere Umgang mit der aktuellen Situation der AVR-Brennelemente in den 152 Jülicher Castorbehältern sowie der generelle Widerstand gegen jegliche Absichten, Atommüll aus Jülich an andere Standorte zu verbringen!

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