Jülich - Stockschießen auch ganz ohne eine Eisbahn

Stockschießen auch ganz ohne eine Eisbahn

Von: Antonius Wolters
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Schwungvoll eröffneten Stadtwerke-Chef Ulf Kamburg (v.l.), Bürgermeister Axel Fuchs und Benjamin Loevenich vom „Café Liebevoll“ offiziell erst am Abend das Stockschießen auf dem Jülicher Kirchplatz. Foto: Wolters

Jülich. Da in der Jülicher Innenstadt ein zugefrorener Teich derzeit nicht verfügbar ist und eine künstliche Eisfläche wohl auch nicht recht zum verlängerten Klimagipfel in Paris passen mag, versuchten es die Stadtwerke Jülich eine Nummer kleiner.

Für das verlängerte Wochenende hatten sie eine überdachte Eisstockbahn aus speziellem Hartkunststoff geordert, die mit Schmiermittel besprüht einen Eindruck davon vermittelte, wie es beim wirklichen Eisstockschießen zugeht, bei dem dereinst im Alpenraum ganze Dörfer gegeneinander angetreten sein sollen.

Die etwa 2 X 8 Meter messende weiße Kunststoffbahn in einem Zelt auf dem Kirchplatz mag nur ein Behelf sein, doch die mit Metallbändern ummantelten Eisstöcke sind echt und krachten mit ziemlichem Getöse in die Bande, wenn sie von einem anderen Stock auf dem Weg geräumt wurden.

Logistische Probleme sorgten am Donnerstag dafür, dass die ursprünglich für die frühen Nachmittagsstunden geplante offizielle Eröffnung des sportlichen Spektakels auf die frühen Abendstunden verlegt wurde.

Bürgermeister Axel Fuchs fuhr da mit seinem „Dienstfahrrad vor, bevor er zum Eisstock griff und diesen auf die Bahn wuchtete. Ebenfalls im Einsatz waren Ulf Kamburg, Geschäftsführer der Stadtwerke Jülich GmbH, die der Stadt als Sponsor unter die Arme griffen. „Ich freue mich, dass wir mit diesem Event dazu beitragen können, dass Jülich im Advent stimmungsvoller wird“, begründete er das Engagement des örtlichen Energieversorgers.

„Ich bin begeistert, dass es mit vielen Mitstreitern gelungen ist, die Idee ,Jülich im Advent‘ unter Führung der Stabsstelle Stadtmarketing in diesem Jahr fortzuführen“, teilte Bürgermeister Axel Fuchs Kamburgs Begeisterung.

Dritter im Bunde bei der Bahneröffnung war Benjamin Loevenich vom Café Liebevoll, das die angehenden Sportler nicht allein mit Glühwein, Suppe und Bratwurst versorgt, sondern auch die Betreuung der Bahn übernommen hat. So kann die Bahn bis Sonntag unter Telefon 02461/342666 zu jeder vollen Stunde für jeweils 30 Minuten für Wettkämpfe reserviert werden. Jeweils zur halben Stunde ist die Bahn dann für Jedermann frei zugänglich. „Davon wurde bisher reichlich Gebrauch gemacht. Rund 70 Prozent der Termine sind vergeben“, lautet die erste Zwischenbilanz von Benjamin Loevenich. Zum Erfolg der Aktion dürfte überdies beitragen, dass die Nutzung der Bahn durch die Bürgerschaft und weitere Gäste kostenfrei erfolgt.

Mit diesem adventlichen Schmankerl ist gleichzeitig bestens für das dritte Adentswochenende mit verkaufsoffenem Sonntag der Werbegemeinschaft in der Herzogstadt angerichtet. So wird es auf dem Marktplatz ein musikalisches Rahmenprogramm mit Chören und Musikern neben dem geschmückten Baum auf dem Marktplatz geben. Der Nikolaus war bereits am Freitag mit Pferd, beleuchtetem Schlitten und prall gefülltem Gabensack unterwegs und wird auch am Sonntag von 16 bis 18 Uhr in der Jülicher Innenstadt seine Runden drehen, um die Kinder zu beschenken.

Die Premiere des nostalgischen Adventsmarktes in der Südbastion des Brückenkopf-Parks vor den Toren der Stadt rundet das reichhaltige Angebot an diesem Wochenende ab.

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