Stimmungspegel bleibt auf Höchstniveau

Von: jago
Letzte Aktualisierung:
11653484.jpg
Flugakrobatik in atemberaubender Höhe: Die Tanzgruppe „Zunft Müüs“ begeisterte die Jecken bei der Kostümsitzung der „Schanzeremmele“ Stetternich. Foto: Jagodzinska

Stetternich. Die Programmankündigung mit dem Prädikat „Echt Kölsch“ hatte wieder einmal dafür gesorgt, dass die große Kostümsitzug der KG „Schanzeremmele“ Stetternich restlos ausverkauft war.

Vom ersten Moment an, als der Elferrat, angeführt vom Sitzungspräsidenten Willi Goder, und das Prinzenpaar Bert I. (Schmitz) mit seiner Prinzessin Gabi I., in Begleitung von Prinzenführer Detlef Fiebach und dem „Schanzeremmel“ Manuel Fiebach, sich den Weg durch das Spalier der Karnevalsjecken auf die Bühne bahnten, herrschte Feierstimmung pur im Festzelt.

Verantwortlich für den mitreißenden Aufmarsch war das herrlich anzusehende Reiter-Korps „Jan van Werth“, das zu den neun Kölner Traditionskorps zählt und nach eigener Aussage die Heimat der „schönsten Männer Kölns“ ist, für die Marketenderin des Korps trifft dies auf jeden Fall zu.

Kein Unbekannter ist auf der Stetternicher Sitzung Guido Cantz, den Sitzungspräsident Willi Goder besonders herzlich begrüßte. Mit seinen gelungenen Betrachtungen zur Zeitgeschichte, wie etwa der Vorschau auf einen Autokorso mit Streuwagen an der Spitze nach dem WM-Endspiel in Katar am 4. Advent 2022, traf der Urkölner aus Porz den Nerv der Jecken im Zelt. „Der kölsche Karneval ist das beste Integrationsmodell, das es gibt“, mit dieser Aussage löste er begeisterten Beifall aus.

Beim ersten musikalische Top-Auftritt des Abends forderten die kölsche Jonge in Ledderbotze, „de Boore“, den vollen Einsatz des Publikums, das sich nicht lange bitten ließ, mit machte, mit sang und mit schunkelte. Eine wahre Mariechen-Flugshow bot die Tanzgruppe „Zunft Müüs“ mit atemberaubenden Darbietungen, bei denen die komplette Höhe des Zelts ausgenutzt wurde.

Die Stimmung lief auf Höchsttouren und blieb es ohne Unterbrechung. Mit dem umfunktionierten Bläck Föös-Song vom Meiers Kättche brachte Martin Schopps das Publikum dazu, aus vollem Herzen lautstark mit zu singen. Seine Pointen und Krätzjer verdienten die erste Rakete des Abends. Weitere musikalische Spitzenkräfte wie die „3 Colonias“ oder die „Kolibris“ rockten das Zelt und trafen mit kölschen Tönen genau die Erwartung der Karnevalsjecken.

Einzelredner wie der „Hausmann“ Jürgen Beckers oder Fred van Halen mit seinem zwar plüschig-lieb aussehenden, aber ansonsten ganz schön frechen Stoffvogel „Aky“ sorgten für Lachsalven. In den Witzen und Pointen wurde mal mit einem Augenzwinkern, mal mit derbem rheinischen Humor sehr zur Freude der Besucher keiner aus dem tagesaktuellen Leben geschont.

Die „Schanzeremmele“ trugen mit ihrer Showtanzgruppe „Free Style“ zu den eindrucksvollen Tanz-Choreographien bei. Das „Tanzkorps Rheinmatrosen Köln“ zeigte, wie faszinierend, wie jung und schwungvoll Tradition auf der Bühne demonstriert werden kann, wie Artistik gepaart mit Eleganz und Charme ein Publikum zu Begeisterungsstürmen hinreißen kann.

Den furiosen Schlusspunkt setzte die Bühnenshow der „Weisweiler“, Trompetensound und Musikpower im Big-Band-Stil bliesen wahre Stimmungslawinen los. Im Vereinslied besang die Jeckengemeinde mit „Mir blieve wat mir emme worre, de Schanzeremmele us Stetternich“ ein Gefühl, das nur der Karneval vermitteln kann. Als Sitzungskapelle hatte man mit der „MK-Band“ einen großartig auftretenden Garanten für nahtlose Übergänge zwischen den Programmpunkten.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert